Nach 16-jähriger "Eiszeit" kehrt die nordamerikanische Eishockey-Profiliga NHL offenbar im kommenden Jahr in die kanadische Provinz-Hauptstadt Winnipeg zurück.

Laut der Tageszeitung "Globe and Mail" einigte sich eine Investorengruppe um den kanadischen Milliardär David Thomson mit den Eigentümern der finanziell angeschlagenen Atlanta Thrashers auf einen Verkauf des Klubs aus dem US-Bundesstaat Georgia.

Thomsons Firma True North Sports and Entertainment bestätigte die Verhandlungen inzwischen, bestritt aber, dass es zu einer Einigung gekommen sei.

"Sie sind noch nicht durch", sagte Firmensprecher Scott Brown am Donnerstag. "Es gibt keinen Deal. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass es keinen Deal über einen Umzug dieses Teams gibt", sagte auch NHL-Boss Gary Bettman in seiner wöchentlichen Radiosendung am Donnerstagabend.

"Sage ich voraus, dass es in der Zukunft auch keinen Deal geben wird? Nein, tue ich nicht."

Zwischen 1979 und 1996 war in der Hauptstadt der kanadischen Provinz Manitoba bereits ein NHL-Klub angesiedelt.

Die Winnipeg Jets zogen allerdings 1996 im Zuge einer NHL-Expansion in den US-amerikanischen Süden nach Arizona und nehmen seither als Phoenix Coyotes am Spielbetrieb teil.

Ursprünglich war über eine Rückkehr der Coyotes nach Winnipeg spekuliert worden, da der Klub im Oktober 2009 seinen Bankrott erklären musste und von der NHL aufgekauft wurde.

Ähnliche Probleme wie die Coyotes haben auch die Thrashers. In ihrer elfjährigen Team-Geschichte gelang es den Südstaatlern nur ein einziges Mal, in die Playoffs einzuziehen (2006/07).

Die aktuelle Saison beendeten die Thrashers auf dem viertletzten Platz der Eastern Conference.

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