Nationalspieler Christian Ehrhoff verspürt vor dem deutschen Stanley-Cup-Duell mit Dennis Seidenberg und den Boston Bruins in der NHL grenzenlose Vorfreude.

"Das Stanley-Cup-Finale ist das Ultimative, was es im Eishockey gibt", sagte der Verteidiger der Tageszeitung "Die Welt": "Dafür spiele ich seit meinem sechsten Lebensjahr Eishockey."

Die Luft werde brennen. "36 extrem motivierte Spieler treffen aufeinander, die alle vom selben Traum beseelt sind - doch nur für die Hälfte wird er sich erfüllen. Wissen Sie, was da auf dem Eis abgehen wird?", so der 28-Jährige.

Mit seinem Nationalmannschaftskollegen Seidenberg, mit dem er zuletzt bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver auf dem Eis stand, werde er sich vor dem Duell nicht in Verbindung setzen.

"Wir sind beide zu fokussiert auf das Finale", sagte Ehrhoff, der Seidenberg trotz aller Rivalität auf dem Eis schätzt:

"Wir harmonieren super miteinander. Dennis ist nicht nur ein großartiger Eishockeyspieler, sondern auch als Mensch ein richtig guter Typ."

Ehrhoff ist sich auch der besonderen Bedeutung dieses Endspiels für die deutschen Eishockey-Fans bewusst: "Es ist schon irre, dass wir nun gegeneinander spielen. Damit schreiben wir deutsche Eishockeygeschichte."

Von einem Triumph seiner Vancouver Canucks ist Ehrhoff trotz der 1:3-Niederlage gegen die Bruins in der abgelaufenen Saison überzeugt.

"Wir haben keine Schwächen im Team. Unser Überzahlspiel ist besser, und in Daniel Sedin haben wir den Topscorer der Liga", so der in Moers geborene Ehrhoff.

Außerdem sei es an der Zeit, dass der Cup "endlich wieder nach Kanada, ins Mutterland des Eishockeys" komme. Als bislang letztes kanadisches Team gewannen vor 18 Jahren die Montreal Canadiens den Stanley Cup.

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