15 Jahre lang war die kanadische Provinzhauptstadt Winnipeg auf Eishockey-Entzug, jetzt feiert sie die Rückkehr in die NHL. Der 170 Millionen Dollar (circa 118 Millionen Euro) teure Umzug der finanziell angeschlagenen Atlanta Thrashers in den Norden ist so gut wie perfekt.

Eine Investorengruppe um den kanadischen Milliardär David Thomson einigte sich mit den Eigentümern des Klubs aus dem US-Bundesstaat Georgia über den Kauf des 1997 gegründeten Teams.

Für eine offizielle Bestätigung fehlt noch die zu erwartende Absegnung der übrigen NHL-Vereine, die finanziell an dem Deal beteiligt werden: Thomson muss eine zusätzliche Umzugsgebühr in Höhe von 60 Millionen Dollar (ungefähr 42 Millionen Euro) zahlen, die zwischen allen Vereinen aufgeteilt wird.

Zwischen 1979 und 1996 war in der Hauptstadt der kanadischen Provinz Manitoba bereits ein NHL-Klub angesiedelt. Die Winnipeg Jets zogen allerdings im Zuge einer NHL-Expansion in den amerikanischen Süden nach Arizona und nehmen seither als Phoenix Coyotes am Spielbetrieb teil.

NHL-Kommisar Gary Bettman zeigte sich erfreut über die Rückkehr der NHL nach Winnipeg: "Es ist schön nach all den Jahren wieder nach Winnipeg zurückzukehren."

Der Miteigentümer der Thrashers, Bruce Levenson, war dagegen enttäuscht über den Verkauf: "Das ist nicht das Ergebnis, das wir wollten. Es ist sehr enttäuschend, dass es keinen Käufer oder Investor gab, der es uns ermöglicht hätte, das Team in Atlanta zu halten."

Den Atlanta Thrashers gelang es in ihrer elfjährigen Team-Geschichte nur ein einziges Mal, in die Playoffs einzuziehen (2006/07). Die aktuelle Saison beendeten die Thrashers auf dem viertletzten Platz der Eastern Conference.

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