Christian Ehrhoff hat eine Hand am Stanley Cup.

Der Eishockey-Nationalspieler gewann mit den Vancouver Canucks das fünfte Finale im deutschen Duell um den NHL-Titel gegen Dennis Seidenberg und die Boston Bruins mit 1:0 (0:0, 0:0, 1:0).

Dem Ex-Krefelder fehlt nur noch ein Sieg, um 15 Jahre nach Uwe Krupp der zweite deutsche Stanley-Cup-Gewinner zu werden.

Vancouver hat in der Nacht zu Dienstag in Boston den ersten Matchball zum ersten Titelgewinn in der Klubgeschichte.

Bislang haben Ehrhoff und Co. allerdings beide Auswärtsspiele der "best-of-seven"-Serie deutlich verloren: mit 1:8 und 0:4. Zu Hause sind die Kanadier dagegen eine Macht.

Maxim Lapierre sicherte dem Vorrundenmeister mit seinem zweiten Playoff-Tor in der 45. Minute den dritten Heimsieg im Finale.

Nicht nur 18.860 Zuschauer in der Rogers Arena, sondern auch Tausende in den Straßen der Olympiastadt von 2010 feierten überschwänglich.

Ehrhoff gehörte mit 24:36 Minuten Eiszeit und vier Schüssen erneut zu den Aktivposten der Gastgeber.

Sein Nationalmannschaftskollege Seidenberg stand sogar 27:39 Minuten auf dem Eis, gab fünf Schüsse ab, konnte die Niederlage aber nicht verhindern.

Die Torhüter bestimmten das Spiel. Kanadas Olympiasieger Roberto Luongo, der beim 0:4 in der vierten Partie vom Eis genommen worden war, meldete sich mit einer starken Leistung zurück und verhinderte bei vier Überzahlspielen der Bruins mit mehreren Glanzparaden ein frühes Tor.

Insgesamt wehrte der 32-Jährige 31 Schüsse ab und verbuchte sein viertes Shutout in den Playoffs.

Bostons Goalie Tim Thomas knüpfte nahtlos an seine herausragenden Vorstellungen in den letzten beiden Partien an.

Als Vancouver im zweiten Drittel stärker wurde und zu den ersten beiden Powerplays kam, hielt der Amerikaner seinen Kasten sauber.

Nach insgesamt 110 Minuten ohne Gegentor war aber auch Thomas machtlos: Lapierre überwand zu Beginn des Schlussabschnitts den 37-Jährigen aus spitzem Winkel.

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