Das deutsche Duell um den Stanley Cup geht über die volle Distanz.

Nationalspieler Dennis Seidenberg und die Boston Bruins gewannen das sechste Finale um den NHL-Titel gegen Christian Ehrhoff und die Vancouver Canucks mit 5:2 (4:0, 0:0, 1:2) und glichen in der Best-of-Seven-Serie auf 3:3 aus.

Die Entscheidung, wer nach Uwe Krupp 1996 zweiter deutscher Stanley-Cup-Sieger wird, fällt in der Nacht zu Donnerstag (2 Uhr) in Vancouver.

Brad Marchand (6.), Milan Lucic (7.), Andrew Ference (9.) und Michael Ryder (10.) sorgten im TD Garden in Boston mit vier Toren innerhalb von 4:14 Minuten für die Entscheidung zugunsten der Bruins und stellten damit einen Finalrekord auf.

Verteidiger Seidenberg, der 19:27 Minuten auf dem Eis stand und zu den Aktivposten seines Teams gehörte, leistete die Vorarbeit zum 1:0 - sein achter Assist in den Play-offs.

Zu Beginn des letzten Drittels verschwand der Ex-Mannheimer offenbar verletzt in der Kabine. Zehn Minuten vor Schluss kehrte er aber zurück. Vancouver gelang eine zwischenzeitliche Ergebniskorrektur durch Henrik Sedin (41.).

Ehrhoff, der 19:52 Minuten spielte, verbuchte dabei seine zehnte Torvorlage der Playoffs, die erste im Finale. David Kreici stellte den alten Abstand wieder her (47.). Maxim Lapierre setzte den Schlusspunkt (58.).

Vancouver erlebte ein rabenschwarzes Auftaktdrittel. Schon nach 20 Sekunden verloren die Canucks Stürmer Mason Raymond, der nach einem harten Check gegen die Bande ins Krankenhaus musste.

Dann erwischte es Torhüter Roberto Luongo, beim 1:0 drei Tage zuvor noch der Held der Kanadier: Drei Gegentore in nur 3:04 Minuten beendeten schon früh den Arbeitstag des Olympiasiegers.

Bei allen Treffern machte der 32-Jährige, der nur fünf Schüsse abwehrte, keine gute Figur. Auf der Gegenseite bot Tim Thomas einmal mehr eine starke Leistung.

Vancouvers schwedische Zwillinge Henrik und Daniel Sedin enttäuschten zunächst erneut. Die Stürmerstars der Canucks, die zuletzt im zweiten Spiel gepunktet hatten, fanden lange kein Rezept gegen die kampfstarke Defensive um Seidenberg.

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