Der erste deutsche Stanley-Cup-Sieger Uwe Krupp hat seinen Nachfolger Dennis Seidenberg in den höchsten Tönen gelobt. "Das war eine Riesenleistung. Er war maßgeblich am Erfolg der Boston Bruins beteiligt und ist derzeit einer der besten Verteidiger der NHL", sagte der scheidende Bundestrainer, der vor 15 Jahren die Colorado Avalanche zum Titel schoss.

Nationalspieler Seidenberg hatte in der Nacht zu Donnerstag mit Boston das entscheidende Finale bei den Vancouver Canucks mit 4:0 gewonnen.

"Das ist ein Karrierehöhepunkt, den er nicht vergessen wird", sagte Krupp weiter: "Ich weiß aus eigener Erfahrung: Darauf wird er ein Leben lang angesprochen." Mit zwei Vorlagen und der meisten Eiszeit aller Spieler hatte Seidenberg entscheidend zum ersten Titelgewinn der Bruins seit 1972 beigetragen.

"Das spricht für sich", sagte Krupp, "das zeigt, welches Vertrauen der Trainer in ihn hat."

Auch für den unterlegenen Christian Ehrhoff fand der einstige Weltklasse-Verteidiger lobende Worte: "Die Rolle, die er gespielt hat, war außergewöhnlich. Man muss beiden ein Riesenkompliment machen."

Für das deutsche Eishockey sei die Endspielserie "absolut historisch", sagte Krupp, der den Showdown in Vancouver nicht live verfolgt, sondern erst am Morgen die Höhepunkte gesehen hatte: "Wer hätte gedacht, dass zwei Spieler aus dem kleinen Eishockey-Land Deutschland im Finale stehen."

Ein wenig mehr Aufmerksamkeit für das deutsche Duell um den Stanley Cup hätte sich Krupp schon gewünscht. "Eishockey steht in Deutschland leider nicht so im Rampenlicht wie in anderen Ländern", sagte er.

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