Die Fans der Boston Bruins haben dem frischgebackenen Stanley-Cup-Gewinner um den deutschen Eishockey-Nationalspieler Dennis Seidenberg einen triumphalen Empfang bereitet.

Zehntausende in schwarz und gold gekleidete Anhänger säumten während der Siegesparade die Straßen Bostons.

Die Mannschaft, die durch ein 4:0 im entscheidenden siebten Spiel der Finalserie bei den Vancouver Canucks mit Christian Ehrhoff den ersten Titel seit 1972 gewann, absolvierte die Feier in 18 so genannten "duck boats".

Diese normalerweise für touristische Stadtrundfahrten genutzten Gefährte sind sowohl an Land als auch im Wasser fahrtüchtig.

"Wir haben es geschafft und wollen dies mit euch teilen", rief Torhüter Tim Thomas, der zum wertvollsten Spieler der Playoffs gewählt wurde, den enthusiastischen Fans zu: "Last uns Spaß haben."

Im Vorfeld der Parade hatte es eine rund 15-minütige Zeremonie gegeben, bei der Bostons Oberbürgermeister Thomas Menino der Mannschaft offiziell gratulierte.

Trotz des Massenandrangs blieb es in der Stadt während der Feierlichkeiten ruhig. Die Polizei nahm lediglich neun Personen wegen kleinerer Vergehen fest.

In Vancouver hatte es nach der Niederlage dagegen schwere Ausschreitungen und Plünderungen gegeben.

Randalierer hatten sich im Zentrum der Olympiastadt gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert, Autos angezündet und mehrere Geschäfte geplündert. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, mindestens eine Person soll verletzt worden sein.

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