Der Tarifstreit in der NHL nimmt kein Ende. In der Nacht zum Freitag lehnten die Klub-Besitzer ein neues Angebot der Spielergewerkschaft NHLPA ab. Beide Parteien streiten sogar darum, wie weit man in den Verhandlungen auseinander ist.

Die Spieler ließen nach einem Treffen mit den Klub-Besitzern in New York erklären, dass eine Einigung nah sei. Die Gegenseite verneinte dies, der Kern der Auseinandersetzung sei gar nicht zur Sprache gekommen.

"Die Behauptung, wir seien nah beieinander, erinnert mich an das letzte Mal. Und da waren wir Milliarden Dollar auseinander", sagte NHL-Commissioner Gary Bettman. Zu sagen, bald werde wieder Eishockey gespielt, sei furchtbar unfair für die Fans.

Am Donnerstagabend Ortszeit gingen beide Seiten in New York wieder auseinander. "Ich kann nicht sagen, wann die Verhandlungen wieder aufgenommen werden", gab NHLPA-Geschäftsführer Donald Fehr zu.

Am Dienstag und Mittwoch hatten die Spieler, darunter auch Superstar Sidney Crosby von den Pittsburgh Penguins, insgesamt 17 Stunden in einem Hotel in Manhattan mit den Teambesitzern verhandelt.

Zuvor hatten staatliche Mediatoren vergeblich versucht, die festgefahrenen Positionen der Parteien zu lockern. Die Spieler sind seit dem 15. September ausgesperrt, ursprünglich hätte die Saison am 10. Oktober beginnen sollen.

Inzwischen ist ein Drittel der Spiele gestrichen worden. Im Tarifstreit geht es um die Verteilung der jährlichen Gesamteinnahmen von ursprünglich rund 3,3 Milliarden Dollar.