Im seit Monaten anhaltenden Tarifstreit in der NHL wird zum zweiten Mal auf die Hilfe staatlicher Mediatoren gesetzt.

Nach Informationen des TV-Senders "ESPN" sollten die Experten am Mittwoch an den Verhandlungstisch zurückkehren. Ein erster Vermittlungsversuch von Scot Beckenbaugh und John Sweeney war Ende November nach nur zwei Tagen beendet worden.

Bill Daly gab sich vor den Gesprächen zurückhaltend.

"Ich weiß nicht, ob es hilft. Aber wir werden es herausfinden", sagte der stellvertretende NHL-Boss. Die Umstände seien "anders als in der vergangenen Woche".

In der Nacht zum Freitag hatten die Klub-Besitzer ein neues Angebot der Spielergewerkschaft NHLPA abgelehnt. Zuvor waren in Manhattan Gespräche unter Beteiligung von nur 18 Spielern und sechs Klubbesitzern gescheitert.

Anfang dieser Woche waren alle Spiele bis zum 30. Dezember abgesagt worden, weil es weiterhin keinen neuen Tarifvertrag gibt. 526 Begegnungen sind dem Lockout bereits zum Opfer gefallen.

Die Spieler sind von den Klubs seit dem 15. September ausgesperrt. Im Streit zwischen der NHL und NHLPA geht es um die Verteilung der jährlichen Gesamteinnahmen von ursprünglich rund 3,3 Milliarden Dollar. Die Saison hätte am 10. Oktober beginnen sollen.