Der seit Monaten andauernde Tarifstreit der NHL wird nun auch vor Gericht ausgetragen. Am Freitag zogen die Klubbesitzer vor das Bundesgericht in New York, um die Legalität des Lockouts bestätigen zu lasse.

Zudem werfen sie der Spielergewerkschaft NHLPA vor dem National Labor Relations Board unlautere Arbeitskampfmethoden vor. Das gab die Liga am Freitag bekannt.

Damit reagieren die Besitzer auf Berichte, nach denen die NHLPA die Spieler darum bitten wolle, sie als offiziellen Vertreter in den Verhandlungen abzuwählen. Dies würde es den Spielern ermöglichen, Kartellrechts-Klagen gegen die Liga zu führen.

Nach Meinung der NHLPA hat die Position der Liga keine Berechtigung.

"Die NHL scheint der Meinung zu sein, dass man die Spieler daran hindern sollte, darüber nachzudenken, ob sie von einer Gewerkschaft repräsentiert werden wollen oder nicht", teilte die NHLPA mit.

Auch die Hilfe staatlicher Mediatoren hatte zuletzt nicht zu Fortschritten geführt. Bislang wurden alle Spiele bis zum 30. Dezember abgesagt, weil es weiterhin keinen neuen Tarifvertrag gibt. 526 Begegnungen sind dem Lockout bereits zum Opfer gefallen.

Die Spieler sind seit dem 15. September von den Klubs ausgesperrt. Im Streit zwischen der NHL und NHLPA geht es um die Verteilung der jährlichen Gesamteinnahmen von ursprünglich rund 3,3 Milliarden Dollar.

Die Saison hätte am 10. Oktober beginnen sollen.

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