Dennis Seidenberg und die Boston Bruins haben in der NHL nach einem Krimi der Extraklasse doch noch das Halbfinale der Eastern Conference erreicht.

Der Meister von 2011 lag im siebten und entscheidenden Duell gegen die Toronto Maple Leafs nach 5:29 Minuten des Schlussdrittels bereits 1:4 zurück, schaffte aber mit einem unglaublichen Kraftakt noch die Wende zum 5:4 nach Verlängerung.

Patrice Bergeron erzwang 51 Sekunden vor der Schlusssirene mit dem umjubelten Ausgleich die Overtime, in der er nach 6:05 Minuten auch für die Entscheidung sorgte.

Für Seidenberg lief das Spiel allerdings wenig erfreulich: Nach nur 37 Sekunden Eiszeit verletzte sich der Verteidiger am Bein. Wie lange der ehemalige Mannheimer ausfallen wird, ist noch unklar.

Der Stimmung im ausverkauften TD Garden litt nach dem Siegtreffer nicht darunter. "Alle in der Halle und auch zu Hause vor den Fernsehern sind aufgestanden. Es war unglaublich, auf dem Eis zu stehen und das zu sehen. So etwas kann man nicht beschreiben", sagte Bostons Verteidiger Johnny Boychuk.

Boston hatte in der Serie Best of seven bereits 3:1 geführt, ehe der sechsmalige Stanley-Cup-Gewinner zwei Niederlagen kassierte.

Boston setzte sich damit gegen die Kanadier ebenso mit 4:3 durch wie der kommende Gegner New York Rangers im Duell mit den Washington Capitals. Die Rangers feierten dabei in Spiel sieben einen 5:0-Triumph in der US-Bundeshauptstadt.

Coach John Tortorella sprach nach dem Match vom "wohl besten Spiel seiner Mannschaft in den Playoffs".

Dabei hielt Keeper Henrik Lundqvist den Shutout mit 35 Paraden fest. Boston empfängt die Rangers am Donnerstag zum ersten Halbfinale. Es ist das erste Playoff-Duell der beiden Teams seit 40 Jahren.

Bostin und New York machten zugleich die Conference-Halbfinals perfekt. Die weiteren drei Begegnungen lauten: Pittsburgh Penguins - Ottawa Senators, Chicago Blackhawks - Detroit Red Wings und Titelverteidiger Los Angeles Kings - San Jose Sharks.

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