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Chris Paul landete bei der Wahl zum MVP in der vergangenen Saison auf Platz zwei © getty

Chris Paul gilt bei den New Orleans Hornets als Hoffnungsträger. Seine Mitspieler sind sich sicher: Mit ihm ist der Titel drin.

Aus Berlin berichtet Rainer Nachtwey

Berlin - Hörte man vor zwei, drei Jahren den Namen Hornets im Zusammenhang mit der NBA, dachte man immer noch an die Charlotte Hornets.

Zwar ist der Klub bereits seit 2002 in New Orleans beheimatet - mit kurzer Unterbrechung in Oklahoma City aufgrund von Hurrikan Katrina - dennoch verband man die Hornissen mit bestimmten Spielern:

Alonzo Mourning, Muggsy Bogues, Larry Johnson oder Robert Parrish gaben der Franchise zu Beginn das Gesicht.

Später war es Glenn Rice, ehe er zu den Los Angeles Lakers wechselte. Nach dem Umzug in den "Big Easy" fehlte dieses Gesicht.

"Einer der besten Point Guards der Liga"

Mittlerweile prägt ein Spieler das Außenbild des Klubs: Chris Paul.

"Chris ist einer der besten Point Guards in der Liga", sagt sein Teamkollege David West bei Sport1.de. "Er ist nicht nur ein hervorragender Scorer, er setzt seine Mitspieler auch gut in Szene. Er macht uns besser."

Dies bemerkte auch Team-USA-Coach Mike Krzyzewski, der den Nummer-Vier-Draft-Pick von 2005 ins Nationalteam für die WM 2006 in Japan und die Olympischen Spiele 2008 in Peking berief. Seit diesem August darf sich der 23-Jährige nun auch Olympiasieger nennen.

"Das war ein sehr gutes Jahr für mich", sagt Paul, der seinen Vertrag beim Klub aus Louisiana erst um drei weitere Jahre verlängert hat, vor dem Preseasonspiel in Berlin im Rahmen der NBA Europa Live Tour gegen die Washington Wizards (19.55 Uhr live im DSF).

"Niederlage macht uns stärker"

Doch damit nicht genug. Er wolle noch mehr erreichen, sagt Paul. Steigerungsmöglichkeiten gibt es: In der vergangenen Saison beendeten die Hornets die Regular Season als zweitbestes Team der starken Western Conference hinter den Los Angeles Lakers.

In den Playoffs mussten sie sich Titelverteidiger San Antonio Spurs erst im siebten Spiel der Conference Semifinals geschlagen geben. Zuvor in der ersten Runde beendeten sie Dirk Nowitzkis Traum vom Titel in der ersten Runde.

"Die Niederlage gegen die Spurs wird uns stärker machen", ist sich Julian Wright gegenüber Sport1.de sicher. "Wir sind deshalb noch hungriger." Dass Paul in der Lage ist, ihn und seine Mitspieler dorthin zu führen, zweifelt der letztjährige Rookie nicht. "Ich spiele erst das zweite Jahr mit Chris zusammen, aber man merkt bei ihm schnell, wie zielorientiert er ist."

Chancen bei der MVP-Wahl

Nicht nur mit der Mannschaft, auch in der MVP-Wertung reichte es für den Aufbauspieler nicht ganz.

Paul musste sich in der Endabrechnung Kobe Bryant geschlagen geben. "Wenn er so wie letztes Jahr spielt, hat er gute Chancen", meint West.

Am Dienstag will Paul nun dem deutschen Publikum, zeigen was er drauf hat, "denn es ist mehr als ein Preseasonspiel".

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