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Friedrichshafen heimste den zehnten Meister-Titel in zwölf Jahren ein © imago

Aufatmen und Genugtuung in Friedrichshafen: Nach dem fünften Titel in Serie hat alle Häme ein Ende. Nun stehen Verhandlungen an.

Friedrichshafen - Friedrichshafen bleibt die deutsche Volleyball-Hauptstadt.

Nach dem fünften Meistertitel in Serie (SPIELBERICHT: Friedrichshafen erneut Deutscher Meister) versprühten die VfB-Spieler flaschenweise Sekt, warfen Trainer Stelian Moculescu in die Luft und übergossen ihn dann auch noch mit ein paar Litern Bier.

Bis in die Morgenstunden wurde nach dem 3:1 (25:20, 25:23, 19:25, 25:20)-Heimsieg zum 3:1-Endstand im Playoff-Finale gegen Pokalsieger Generali Haching kräftig gefeiert.

"Viel hören und lesen müsssen"

"Das war die schwierigste Meisterschaft, es war kein einfaches Jahr. Ich bin sehr stolz, dass wir es wieder geschafft haben - das war vorher nicht klar", sagte ein erleichterter Moculescu.

Für den VfB war es der insgesamt zehnte Triumph, erstmals hatte es 1998 geklappt. Bis zum Rekord des SC Leipzig, der in der DDR 19 Mal den Titel gewann, ist es freilich noch ein weiter Weg.

Angesichts des im Saisonverlauf wegen zahlreicher Verletzungen wankenden Riesen vom Bodensee hatte sich die Konkurrenz schon gefreut. "Wir mussten viel Häme einstecken. Wir haben viel hören und lesen müsssen", sagt Moculescu.

Paduretu "ein wenig traurig"

Auch in der Champions League war bereits im Viertelfinale Endstation.

Vor über 4000 Zuschauern in der ausverkauften Arena gelang Friedrichshafen nun zugleich eindrucksvoll die Revanche für die Niederlage im diesjährigen Pokalhalbfinale.

Hachings Coach Mihai Paduretu meinte: "Wir sind natürlich jetzt ein wenig traurig, aber das wird sich ändern - wir haben doch eine tolle Saison gespielt."

Tatsächlich hatte Haching mächtig am Thron gerüttelt und in der Hauptrunde sogar Platz eins belegt.

Verhandlungen in Bälde

Eine Extra-Prämie gibt es für die Spieler nicht. Am Samstag ist auf dem Rathausplatz mit den Anhängern noch eine Party angesetzt, spätestens danach beginnen die Verhandlungen für die neue Saison.

Noch ist nicht nämlich klar, wer im Verein bleibt und das möglichst schlagkräftige Team für den nächsten Meistercoup und die Champions League bildet.

Allerdings dürften auch die jüngeren Spieler Gefallen an der Volleyball-Hochburg gefunden haben. Georg Grozer junior, vor der Saison vom Moerser SC zum VfB gewechselt, sagte: Ich bin einfach glücklich, den ersten Titel gewonnen zu haben. Das wünsche ich mir seit vielen Jahren, jetzt ist mir eine Riesenlast vom Herzen gefallen."

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