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Die DVV-Auswahl belegt bei ihren letzten beiden WM-Teilnahmen den neunten Platz © getty

Die DVV-Auswahl erkämpft sich gegen Belgien das Ticket zur WM. Doch erst nach dem Spiel liegen die Nerven wirklich blank.

Tampere - Die deutschen Volleyballer haben die Nervenschlacht von Tampere gewonnen und die Qualifikation für die WM-Endrunde 2010 in Italien mit einem Freudentanz im Hotelflur und einer zünftigen Party gefeiert.

"Ein riesiger Erfolg für unser Team. Das ist der Lohn für die harte Arbeit der letzten Monate", meinte Bundestrainer Raul Lozano.

Das Qualifikationsturnier geriet allerdings zu einer Zitterpartie, weil die Auswahl von Raul Lozano trotz eines 3:0 (25:17, 25:19, 25:21)-Pflichtsieges gegen Belgien am Ende auf Schützenhilfe von Russland hoffen musste.

Der Olympiadritte bezwang Gastgeber Finnland 3:0 (25:23, 25:17, 25:22), wurde dadurch Turniersieger und verhalf dem deutschen Team zugleich zum WM-Ticket.

"Sind noch lange nicht am Ende"

Der ansonsten eher zurückhaltende Argentinier Raul Lozano bejubelte auf der Tribüne den Sieg der Russen und fügte euphorisch an: "Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgestellt hatten. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie Klasse hat. Aber wir sind noch lange nicht am Ende."

Bei der letzten Weltmeisterschaft 2006 in Japan war Deutschland erstmals seit zwölf Jahren wieder vertreten und hatte ebenso wie bei Olympia 2008 Platz neun belegt.

Die deutschen Volleyballerinnen hatten sich im Juli souverän für die WM 2010 in Japan qualifiziert.

"Wir mussten tatenlos zusehen"

Den eigentlich entscheidenden Sieg hatte Lozanos Truppe nach einer 1:3-Auftaktpleite gegen Russland bereits am Samstag gefeiert. Vor über 7000 Zuschauern wurden die finnischen Gastgeber nach über zwei Stunden Spielzeit mit 3:1 (25:21, 27:25, 23:25, 25:23) niedergerungen.

Dennoch blieb ein möglicher Sieg Finnlands im abschließenden letzten Match gegen den Nachbarn Russland als drohendes Szenario im Raum.

"Die Situation war schlimm, denn wir mussten auf der Tribüne tatenlos zusehen", konstatierte Björn Andrae.

Freudenknäuel auf dem Hotelflur

Der insgesamt überragende Mannschaftskapitän war mit seiner Truppe zunächst nach dem glatten 3:0 gegen die Belgier aus der Halle verschwunden, tauchte dann aber mit Lozano als Späher wieder auf.

Der Großteil des Teams verfolgte die Entscheidung dagegen im zehn Minuten entfernten Hotel am Internet-Liveticker und bildete am guten Ende ein Freudenknäuel auf dem Hotelflur, ehe am Abend beim offiziellen Abschluss-Bankett die Party richtig begann.

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