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Grenzenloser Jubel bei der DVV-Auswahl nach dem Einzug ins Halbfinale © imago

Der Traum von der Medaille geht weiter: Die DVV-Auswahl zieht souverän ins Halbfinale ein - nun wartet aber ein dicker Brocken.

Kattowitz - Als der erste Einzug in ein EM-Halbfinale seit sechs Jahren perfekt war, hüpften die deutschen Volleyballerinnen glücklich durch die Spodek-Arena von Kattowitz.

Nach einer Glanzleistung beim 3:0 (25:17, 25:13, 25:12) gegen Aserbaidschan fahren die "Schmetterlinge" mit besten Medaillenchancen zur

Finalrunde nach Lodz, nach fünf Siegen in Serie scheint sogar der erste Titelgewinn seit 1987 in Reichweite.

"Wir haben Angst vor niemandem mehr, aber alle haben Angst vor uns. Ab jetzt ist alles egal, aber alle wollen jetzt mindestens die Medaille", sagte Bundestrainer Giovanni Guidetti und hüpfte nach dem nach nur 75 Minuten feststehenden Triumph wie ein Filzball durch die Halle.

"Stolz auf diese Mannschaft

"Ich bin stolz auf diese Mannschaft. Wir haben die beste Turnierleistung gezeigt, als es drauf ankam."

Margareta Kozuch, mit 16 Punkten neben Spielführerin Christiane Fürst (18) einmal mehr beste Deutsche, umarmte ihren Papa und meinte: "Ich bin so unsagbar glücklich. Das ist der größte Erfolg meiner Laufbahn. Jetzt wollen wir uns den Traum von der Medaille erfüllen."

Wieder gegen Italien

Im Halbfinale am Samstag trifft das deutsche Team erneut auf Titelverteidiger Italien, gegen den man beim Vorrunden-Auftakt 0:3 verloren hatte.

Das zweite Semifinale bestreiten Polen und die Niederlande. Das ergab die Auslosung.

Konzentrierter Auftritt

24 Stunden nach dem harterkämpften 3:2 im Schlüsselspiel gegen Serbien präsentierte sich das deutsche Team gegen das zuvor in der Zwischenrunde sieglose Team von Aserbaidschan hochkonzentriert.

Die Aufschläge waren brandgefährlich und die starke Zuspielerin Kathleen Weiß baute ein kluges Angriffsspiel auf. Am Netz stand die deutsche Mauer, so dass der erste Durchgang über die Stationen 6:2

und 16:8 locker gewonnen wurde.

Zweiten Platz verteidigt

Vor 4000 Fans ließen die Deutschen auch danach nicht locker und zeigten weiter überzeugendes Volleyball mit artistischen Feldabwehraktionen.

Nach der von der Konstanz besten Turnierleistung kannte der Jubel keine Grenzen.

Mit 8:2 Punkten verteidigten das Team den zweiten Gruppenplatz hinter Italien (10: 0) und sicherte sich schon jetzt die Qualifikation für die EM 2011 in Italien und Serbien.

Doch jetzt will die Mannschaft mit dem unglaublichen Kampfgeist, die bei den Fünfsatz-Erfolgen gegen die Türkei und Serbien jeweils einen 1:2-Satzrückstand umbog, aufs Podest.

Bronze vor sechs Jahren

Nach der Qualifikation für die WM 2010 und Platz drei in der Weltserie wäre die zehnte EM-Medaille und das erste Edelmetall seit sechs Jahren der Höhepunkt eines grandiosen Sommers.

2003 hatte Deutschland überraschend Bronze gewonnen, die beiden einzigen EM-Titel holte 1983 und 1987 die frühere DDR.

Bundestrainer Giovanni Guidetti hat bereits den Song "Theo, wir fahr'n nach Lodz" geübt: "Dieses Team kann alles schaffen."

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