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Patrick Steuerwald spielt in der Bundesliga für Generali Haching © imago

Nach den beiden Erfolgen über Polen strotzt das deutsche Team vor Selbstvertrauen. Das Finale in Argentinien ist der große Traum.

Stuttgart - Deutschlands Volleyballer glauben nach dem glanzvollen Comeback in der Weltliga an den ganz großen Coup.

Nach den beiden überraschenden Triumphen von Stuttgart gegen Europameister und Vizeweltmeister Polen träumt die Mannschaft vom Einzug in die Endrunde der Königsklasse im argentinischen Cordoba (21. bis 25. Juli) .

Im kommenden Jahr will Präsident Werner von Moltke das Finale in Berlin ausrichten.

"Das war einfach begeisternd, besser, als jeder erwartet hat. Solche Erfolge braucht der deutsche Volleyball", sagte von Moltke.

Noch kein Hauptsponsor

Der Verbandschef hofft, dass nach einem "besseren Start als die Bundesregierung" endlich auch die über ein Jahr andauernde Suche nach einem Hauptsponsor von Erfolg gekrönt ist.

Der Europaliga-Sieger lief bei der Weltliga-Rückkehr nach sieben Jahren wie schon im Vorjahr ohne Schriftzug auf der Brust auf.

Eine Million Dollar Preisgeld

Die in den ersten acht Spielen dieses Jahres ungeschlagene Mannschaft registriert das nur noch mit einem Kopfschütteln, konnte sich nach dem 3:0 und 3:1 gegen Polen aber immerhin über eine Prämie von 1600 Dollar pro Kopf aus dem Weltliga-Prämientopf freuen.

Der Gesamtsieger der Eliteklasse der besten 16 Teams kassiert sogar eine Million Dollar.

Vier Gruppensieger und bester Gruppenzweiter

Diesen Jackpot hatte Kapitän Björn Andrae vor dem Weltliga-Start mehr im Spaß als Ziel ausgegeben. Doch nach der Gala von Stuttgart wächst beim Weltranglisten-17. das Selbstvertrauen, wirklich mit den Allerbesten der Welt mithalten zu können.

"Wir wollen alle zur Endrunde nach Argentinien", sagt Andrae.

Für das Finale der besten Sechs qualifizieren sich neben dem Gastgeber nur die vier Gruppensieger und der beste Gruppenzweite der Vorrunde. Die beste deutsche Weltliga-Platzierung ist bislang Rang acht von 1993.

Zwei Spiele in Kuba

Deutschland steigt am Dienstag als Spitzenreiter in den Flieger nach Havanna, wo es zum Gipfeltreffen gegen die nach den beiden Siegen gegen Argentinien ebenfalls ungeschlagenen Kubaner kommt.

"Zwei Siege gegen den Europameister geben schon Selbstvertrauen, da freue ich mich schon auf die Spiele in Kuba", sagt Zuspieler Patrick Steuerwald.

Vorbereitung auf die WM

Selbst der latent zurückhaltende Trainer Raul Lozano lässt sich von der allgemeinen Begeisterung anstecken: "Wir haben ein Team, welches einfach Lust hat, sich mit den Besten der Welt zu messen. Wir hoffen, so weiter zu spielen und noch den einen oder anderen Sieg landen zu können."

Lozano sieht die Weltliga vor allem als Vorbereitung für die Weltmeisterschaft in Italien (25. September bis 10. Oktober).

Dort ist zumindest Platz fünf bis acht das Ziel - nicht nur Werner von Moltke träumt nach dem Traum-Comeback in der Weltliga aber von der ersten deutschen Medaille seit dem Titel der DDR vor 40 Jahren.

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