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Robert Kromm (r.) spielt seit 2009 bei Marmi Lanza Verona © imago

Gegen Kuba stehen die deutschen Volleyballer zwei Mal auf verlorenem Posten und verlieren die Führung in der Weltliga.

Havanna/München - Die deutschen Volleyball-Überflieger sind von Kuba auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden.

Eine Woche nach dem glanzvollen Weltliga-Comeback unterlag das chancenlose Team von Bundestrainer Raul Lozano in Havanna mit 1:3 (22:25, 23:25, 25:21, 17:25) und 0:3 (24:26, 18:25, 19:25).

Durch die ersten beiden Niederlagen in diesem Jahr verlor Deutschland die Spitzenposition in der Vorrundengruppe D an das Karibik-Team.

Lozano hofft auf Lehrneffekt

"Es ist keine Schande, dass wir zweimal verloren haben. Genau deshalb ist die Weltliga-Teilnahme so wichtig. Nur so kann das Team lernen, sich gegen die Großen der Welt zu behaupten", sagte Lozano.

Im zweiten Duell gelang vor knapp 10.000 Fans immerhin ein Satzgewinn, nachdem der Chefcoach nach der ersten Pleite noch restlos unzufrieden gewesen war:

"Das war unser schwächstes Spiel im Jahr."

"Das waren nur 20 Prozent"

Sein von einem zwölfstündigen Flug in der Holzklasse und sechs Stunden Zeitunterschied geschwächtes Team konnte nicht an die starken Leistungen beim Weltliga-Auftakt anknüpfen, als überraschend Europameister Polen in Stuttgart mit 3:0 und 3:1 besiegt worden war.

"Das waren nur zwanzig Prozent von dem, was wir können. Eigentlich waren wir in allen Bereichen schlecht", sagte Libero Ferdinand Tille.

Nur Grozer überzeugt

Im ersten Spiel konnte nur Georg Grozer mit 14 Zählern halbwegs überzeugen. Im zweiten Duell war Robert Kromm mit 18 Zählern punktbester Spieler der Deutschen, die vom schnellen Spiel des letztjährigen Weltliga-Vierten einfach überfordert wurden.

"Nach unserem Satzgewinn wollten wir mit dem Brechhammer durch die Wand, aber Kuba war zu clever.

Wenn man die spielen lässt, sind sie schwer zu stoppen. Ich hoffe, dass wir es bei den Rückspielen in Deutschland besser machen werden", sagte Kapitän Björn Andrae.

Argentinien vor der Brust

Noch am Sonntag flog die deutsche Mannschaft von der Zuckerinsel nach Argentinien, wo am kommenden Freitag und Samstag die nächsten beiden Auswärtsspiele anstehen.

Die Chancen stehen dort besser, denn die Gastgeber sind nach dem 1:3 und 2:3 gegen Polen siegloser Tabellenletzter.

Gruppenfavorit Kuba führt die Tabelle nach vier von zwölf Spielen mit elf Punkten vor Deutschland (6) und Polen (5) an.

Ziel ist die Endrunde

Deutschland hatte zuletzt 2003 in der mit 20 Millionen Dollar dotierten Eliteklasse der 16 weltbesten Teams gespielt und sich als aktueller Europaliga-Gewinner für das Comeback qualifiziert.

Nun ist das Ziel die Weltliga-Endrunde, in der es um eine Siegprämie von einer Million Dollar geht.

Nur die Gruppensieger und der beste Gruppenzweite der vier Vorrundenpools sind neben Gastgeber Argentinien für die Endrunde der besten Sechs im Juli in Cordoba qualifiziert.

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