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Fokussiert auf die nächsten Aufgaben: DVV-Kapitän Robert Kromm (l.) und Björn Andrae © imago

Die DVV-Volleyballer planen zum Auftakt der 2. WM-Runde gegen Puerto Rico den Sieg ein. Wieder gilt das Augenmerk dem Topscorer.

Catania - Einige sprangen in den Pool des traumhaft am Mittelmeer gelegenen Hotels, andere gingen bei schwülwarmen 26 Grad am Strand spazieren - Deutschlands Volleyballer bereiteten sich auf Sizilien mit einem Entspannungsprogramm auf das nächste kleine Finale bei der WM vor.

Jetzt sind gute Nerven gefragt, denn beim Zweitrunden-Auftakt am Donnerstag (ab 16.55 Uhr im LIVESTREAM) ist in Catania ein Sieg gegen Außenseiter Puerto Rico Pflicht. Und am Freitag (ab 20.55 Uhr im LIVESTREAM) wartet in Gastgeber Italien ein ganz harter Brocken.

"Wir wollen in die dritte Runde, also müssen wir Puerto Rico schlagen. Das ist uns schon bei der WM 2006 gelungen, und die haben eine nahezu unveränderte Mannschaft", sagt Kapitän Björn Andrae.

Potenzial gegen Russland bewiesen

Vor vier Jahren in Japan gewann das deutsche Team im bis dato letzten Duell 3:1, und die Devise hieß damals wie heute: Stoppt Soto!

Hauptangreifer und Kapitän Hector Soto war bei den letzten Titelkämpfen mit riesigem Vorsprung punktbester Spieler. Nach der Vorrunde liegt der 32-Jährige auf Platz drei der Topscorer. "Wenn wir Soto in den Griff bekommen, dann gewinnen wir wie 2006. Wir haben die bessere Mannschaft", sagt Andrae.

In der Vorrunde zeigte Puerto Rico um den 41 Jahre alten Luis Rodriguez beim 2:3 gegen Russland sein Potenzial, doch der Mitfavorit hatte auf den Großteil seiner Topspieler verzichtet.

"Auch gegen Italien nie untergegangen"

Routinier Andrae baut zudem darauf, dass seine jungen Teamkollegen nach der mühsam überstandenen ersten Runde endlich ihre Nervosität ablegen: "Ich denke, dass jetzt alle lockerer sind."

[kaltura id="0_1fxzcmh6" class="full_size" title="DVV Team doch noch weiter"]

Genau das ist die Bedingung, um mindestens mit Gruppenplatz zwei des Dreierpools die Chance auf das große Finale in Rom und die erste WM-Medaille seit 40 Jahren zu erhalten. (Deutsche Zitterriesen träumen wieder)

"Die Mannschaft muss sich freispielen, endlich durchweg mutig und aggressiv auftreten. Puerto Rico ist schlagbar, und auch gegen Italien sind wir nie untergegangen", sagt Sportdirektor Günter Hamel: "Wir haben auch durch den Modus und die günstige Gruppensetzung eine Chance, wir müssen sie nur nutzen."

Lozano glaubt an Aufwärtstrend

Darauf schwor Bundestrainer Raul Lozano seine junge Mannschaft am Mittwoch beim Videostudium und einer Trainingseinheit in der gut 5000 Zuschauer fassenden Halle von Catania ein.

"Der Weg ist offen. Aber bei einer WM gibt es keine leichten Aufgaben", sagt Lozano: "Wir haben uns hier bisher von Spiel zu Spiel gesteigert. Das müssen wir auch weiterhin tun."

Auch gegen Italien rechnet sich das deutsche Team Chancen aus, schließlich wurde der WM-Gastgeber in der Vorbereitung in einem Test in eigener Halle schon 3:2 besiegt.

Unnötiger Zwischenstopp

Die Italiener tun allerdings alles, um die Konkurrenten zu verunsichern. 4.30 Uhr morgens musste das deutsche Team am Dienstag im Vorrundenort Triest aufstehen, um rechtzeitig den Flieger um 6.55 Uhr nach Catania zu erreichen.

In Rom gab es noch eine Zwischenlandung, ehe die Mannschaft müde und erschöpft auf Sizilien landete. Dabei hätte es um 10 Uhr einen Direktflug gegeben.

Patrick Steuerwald: "Aber wir haben uns an den beiden Ruhetagen auch so gut erholt. Wir sind bereit."

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