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Georg Grozer (r.) war gegen Puerto Rico bester deutscher Spieler © imago

Das Nationalteam schlägt bei der WM in Italien Puerto Rico. Der Einzug in die Runde der letzten Zwölf ist zum Greifen nah.

Catania - Deutschlands Volleyball-Riesen haben das Schlüsselspiel zum Auftakt der zweiten WM-Runde gewonnen und damit einen ganz wichtigen Schritt zur ersten Medaille seit 40 Jahren gemacht.

Der überragende Hauptangreifer Georg Grozer führte das schwach in die Titelkämpfe gestartete Team zu einem souveränen 3:0 (25:22, 25:22, 25:18) gegen Puerto Rico.

Der Einzug in die Runde der letzten Zwölf ist damit ganz nahe, der Weg nach Rom frei.

"Als Gruppensieger alle Chancen"

"Dieser 3:0-Sieg ist Gold wert. Es war sicher nicht unser schönstes Spiel, aber wir haben es dominiert und den fürs Überleben im Turnier nötigen Sieg eingefahren", sagte Kapitän Björn Andrae nach dem Triumph in 77 Minuten:

"Es wäre schön, wenn wir jetzt Italien schlagen. Als Gruppensieger hätten wir alle Chancen."

Bundestrainer Raul Lozano sah sogar noch Steigerungspotenzial: "Das war ein überzeugender Sieg, aber wir können im Aufschlag und Block noch besser spielen. Grozer war heute nicht zu stoppen. 32 Punkte und nur ein Fehler. Das ist sensationell."

Knappe Niederlage gegen Italien reicht

Im zweiten und letzten Zweitrundenspiel gegen Gastgeber Italien reicht am Freitag (ab 20.55 Uhr im LIVESTREAM) damit bereits eine knappe Niederlage für den Einzug in die dritte Runde.

Jeweils die ersten zwei der drei Mannschaften in den sechs Pools qualifizieren sich für die nächste Runde.

Bei Punktgleichheit entscheidet der Quotient der Satzpunkte.

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Andrae spielt trotz Knochenhautentzündung

"Wenn wir in die dritte Runde wollen, müssen wir Puerto Rico schlagen. Das ist uns ja schon bei der WM 2006 gelungen und die haben eine nahezu unveränderte Mannschaft", hatte Kapitän Björn Andrae vor dem Spiel erklärt.

Vor vier Jahren in Japan hatte das deutsche Team bei der WM im Japan im bis dato letzten Duell gegen die Karibik-Truppe 3:1 triumphiert.

Beim ersten deutschen Auftritt auf Sizilien präsentierte sich Andrae als Vorbild, lief trotz einer schmerzhaften Knochenhautentzündung im linken Knie auf und brachte mit seinem Aufschlag gleich eine 2:0-Führung.

Viele leichte Fehler zu Beginn

In der Vorrunde hatte Deutschland nur das Spiel gegen Außenseiter Kanada gewonnen, und auch gegen Puerto Rico wurden zunächst zu viele leichte Fehler produziert.

Allerdings funktionierte gegen den körperlich unterlegenen Gegner das Angriffsspiel wesentlich besser, vor allem "Hammer-Schorsch" Grozer konnte immer wieder punkten.

Der Zwei-Meter-Mann verwandelte vor nur 1500 Zuschauern in der spärlich gefüllten Halle auch den zweiten Satzball zur 1:0-Satzführung trotz neun deutscher Aufschlagfehler.

Viele Blocks gegen Soto

Der gute Auftakt brachte jedoch keine Ruhe ins Spiel, im zweiten Durchgang hieß es nach einer Serie von leichten Patzern schnell 4:7.

Chefcoach Lozano nahm eine Auszeit, und seine Truppe fand mit dem eingewechselten Zuspieler Simon Tischer ins Spiel zurück.

Vor allem Puerto Ricos Hauptangreifer Hector Soto, immerhin punktbester Spieler der WM 2006, wurde immer wieder geblockt.

Grozer macht 13 Punkte

Auf der anderen Seite hämmerte der endlich befreit aufspielende Grozer die Bälle reihenweise ins Feld und entschied mit rekordverdächtigen 13 Zählern den Durchgang fast im Alleingang.

Das war die Vorentscheidung, danach brachten die deutschen Riesen den so wichtigen zweiten Sieg im vierten WM-Spiel nach Hause.

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