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Kopfzerbrechen vor dem Showdown: Jeroen Trommel, Adrian Gontariu, Lukas Bauer (v.l.) vom VfB © imago

Der VfB muss im letzten Champions-League-Vorrundenspiel gegen Titelverteidiger Trient punkten. Dann käme es zum großen Zittern.

Von Isabel Meixner

München - Für den VfB Friedrichshafen steht im letzten Champions-League-Vorrundenspiel viel auf dem Spiel.

Das Team von Trainer Stelian Moculescu kann gegen Trentino BetClic (ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) die zweite Champions-League-Runde erreichen, in den CEV-Cup absteigen - oder sich ganz aus dem internationalen Geschäft verabschieden. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

"Es kommt zum Showdown", weiß der VfB-Trainer. "Für uns ist das ein Endspiel." Die Häfler liegen momentan hinter PGE Skra Belchatow aus Polen und ihren italienischen Gästen aus Trient auf dem dritten Platz.

Juantoreno und Kaziyski zu Gast

Da sie an beiden Teams nicht mehr vorbeikommen, bleibt den Mannen um Hauptangreifer Adrian Gontariu nur die Chance, sich als bester Dritter für die nächste Runde zu qualifizieren.

"Wir müssen schon mit dem Aufschlag viel Druck machen", fordert Moculescu. Denn der Gegner könnte stärker nicht sein: Trient - in dessen Reihen mit dem Kubaner Osmany Juantoreno und dem Bulgaren Matey Kaziyski zwei Superstars stehen - ist der Titelverteidiger und gewann in den letzten beiden Jahren auch die Klub-WM.

"Wenn Trento aus einer guten Annahme heraus spielen kann, sind sie uns überlegen", lobt der Trainer. "Wir müssen an unserer obersten Grenze spielen."

Warten auf Schützenhilfe?

Auf jeden Fall ist Friedrichshafen von den Ergebnissen in Gruppe B und C abhängig. Bei einem 3:0- oder 3:1-Sieg würde der VfB sein Punktekonto von derzeit sieben auf zehn Punkte aufstocken.

Er müsste aber warten und hoffen, dass Cueno (Zweiter in Gruppe B/ 11 Punkte) ab 20.30 Uhr gegen Teruel (Dritter/7) gewinnt.

Außerdem müsste in Gruppe C entweder ab 19.30 Uhr Piräus (19.30 Vierter /4) gegen Budva (Dritter/7) oder ab 20.15 Uhr Bled (Erster /11) gegen Jastrezebski Wegiel (Zweiter/8) gewinnen.

Auch mit einem Punkt noch Chancen

Dass das Spiel gegen Trentino jedoch eine klare Angelegenheit wird, ist kaum zu erwarten. Schon die 2:3-Hinspiel-Niederlage in Italien war äußerst umkämpft.

Doch selbst bei einer erneuten 2:3-Niederlage - für die es ja einen Punkt gibt - könnte der VfB die nächste Runde erreichen ? wenn Cueno und Piräus ihre Spiele deutlich mit 3:0 oder 3:1 gewinnen. Bei einem 3:2-Triumph Friedrichshafens käme es auf die Höhe eines Piräus-Siegs nicht an.

Chancenlos ist der VfB hingegen, wenn er ohne Punkt bleibt, also 0:3 oder 1:3 verliert.

Kein Gedanke ans Ausscheiden

Beendet Friedrichshafen die Vorrunde nicht als bester der sechs Gruppen-Dritten, winkt der CEV-Cup. (DATENCENTER: Die CEV Champions League)

Nur als schlechtester Drittplazierter wäre das Abenteuer "internationales Geschäft" für Friedrichshafen vorzeitig beendet.

Doch daran verschwendet Moculescu keinen Gedanken. "Es gibt eine kleine Chance", sagt er entschlossen. "Und die wollen wir nutzen."

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