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Angelina Grün (r.) gab 1997 ihr Debüt in der Nationalmannschaft © getty

Die deutschen Volleyballerinnen gehen in Japan leer aus. Angelina Grün nennt die Gründe und glaubt weiter an London 2012.

München - Angelina Grün weiß, warum die deutschen Volleyballerinnen die erste Chance auf die Olympia-Qualifikation vertan haben.

"Am Ende haben uns vielleicht doch ein bisschen die Erfahrung und die mentale Frische gefehlt, weil wir das erste Mal dabei waren", sagte Rückkehrerin Grün als Gast im "Aktuellen Sportstudio" des "ZDF".

Das Team des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) hatte beim World Cup in Japan nur den sechsten Platz belegt und damit die Gelegenheit verpasst, sich vorzeitig das Ticket für die Sommerspiele in London 2012 zu sichern.

Für die deutsche Mannschaft war es die erste Teilnahme an dem kräftezehrendsten Volleyball-Turnier der Welt.

Elf Spiele in 14 Tagen

Nach gutem Start war der DVV-Auswahl bei der Veranstaltung mit elf Spielen in 14 Tagen am Ende ein wenig die Luft ausgegangen.

"Insgesamt haben wir ein gutes Turnier gespielt", sagte Spielführerein Margareta Kozuch und blickte selbstbewusst auf die nächste Olympia-Chance: "Ich denke, dass sich unsere Mannschaft in den letzten Jahren so gut entwickelt hat, dass wir bei jedem Turnier mithalten und auch gewinnen können."

Mit Optimismus nach Istanbul

Die Deutschen treten vom 1. bis zum 6. Mai 2012 beim europäischen Qualifikationsturnier an und bekommen es in Istanbul unter anderem mit Weltmeister Russland und Europameister Serbien zu tun.

Nur der Sieger des Turniers fährt nach London.

"Das wird mit Sicherheit hart, denn es geht um Olympia, da möchte jede Mannschaft hin", sagte Kozuch: "Wir werden mit Sicherheit immer zu 100 Prozent unsere Leistung bringen müssen, aber da sind wir sehr positiv, dass wir das wirklich anpacken können."

Prestigeerfolge gegen USA und Serbien

Zumindest hat die DVV-Auswahl in Japan ordentlich Punkte für die Weltrangliste gesammelt.

Prestigesiege gegen den Weltranglistenzweiten USA und Europameister Serbien sollten das Selbstbewusstsein wieder aufpolieren, wenn die erste Enttäuschung erstmal überwunden ist.

Deutschland beendete das Marathonprogramm mit elf Spielen in 14 Tagen an vier verschiedenen Spielorten am Ende mit sechs Siegen und fünf Niederlagen auf Rang sechs 462125(DIASHOW: Die DVV-Silbermädels).

Auf dem Weg zur Weltspitze

"Wir haben es auf jeden Fall geschafft, in der Weltspitze anzuklopfen", sagte Angelina Grün.

Am Ende habe es in den letzten drei Spielen an der Qualität gehapert, außerdem sei nicht mehr so viel Power dagewesen wie am Anfang: "Ich glaube, wir haben das körperlich gut überstanden, aber am Ende war leider die Luft raus."

Gelungene Rückkehr von Grün

Nach drei Jahren Abstinenz vom Hallen-Volleyball war die 31-jährige Grün vor der EM in Serbien und Italien in die Nationalmannschaft zurückgekehrt - mit dem erklärten Ziel Olympia.

"Angelina Grün hat unser Team bei der EM und in diesem Turnier verstärkt, das hat sehr gut gepasst. Die jungen Spielerinnen haben ohne sie bereits einen großen Schritt gemacht, und nach ihrem Comeback waren wir in der Lage, Volleyball auf hohem Niveau zu spielen", lobte Bundestrainer Giovanni Guidetti seine Führungsspielerin.

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