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Stelian Moculescu wurde als Vereinstrainer 14-mal deutscher Meister © getty

Der VfB Friedrichshafen fliegt im Pokal gegen Haching raus. Vor allem für Erfolgstrainer Stelian Moculescu ist es ein herber Schlag.

Unterhaching - Stelian Moculescu stand wie ein begossener Pudel im Konfettiregen von Unterhaching.

Für den Trainer des deutschen Volleyball-Serienmeisters VfB Friedrichshafen sind Erlebnisse wie das Pokal-Aus beim 1:3 gegen Generali Haching auch eher ungewöhnlich.

Schließlich gewann der erfolgsverwöhnte VfB die DVV-Trophäe zuletzt achtmal hintereinander.

Das letzte Endspiel ohne Beteiligung des Rekordsiegers fand 2000 statt.

"Wir kommmen wieder"

"Das ist natürlich nicht lustig", sagte Moculescu und schaute etwas angefressen drein: "Aber wir kommen wieder, macht euch da mal keine Sorgen."

Statt Friedrichshafen treffen nun die Hachinger am 8. März in Halle/Westfalen auf den Moerser SC.

Die Zeiten, in denen der VfB als unschlagbar galt, scheinen endgültig vorbei: Der Riese vom Bodensee wankt.

Kompliment an Unterhaching

Moculescu bleibt dennoch ruhig, geht nicht auf seine Spieler los.

"Wenn wir schlecht gespielt hätten, wäre ich stinkig. Aber das war nicht so. Haching hat überragend gespielt," sagte der gebürtige Rumäne.

Für den Münchner Vorort-Klub war es erst der dritte Sieg gegen den VfB, in den vergangenen fünf Jahren hatten die Hachinger aus 18 Partien keine Punkte geholt.

Vier Ex-Friedrichshafener spielen beim Gegner

Auf Seiten der Hachinger standen gleich vier ehemalige Friedsrichshafener auf dem Feld. Das zeige, sagte Moculescu, dass man hier sehr gute Nachwuchsarbeit leiste: "So habe ich doch noch ein bisschen gewonnen."

An die Niederlagen muss sich Moculescu wohl dennoch erst gewöhnen.

Lange Zeit unschlagbar

In den vergangenen Jahren war sein VfB immer schon da, wenn es irgendwo etwas zu gewinnen gab.

Seit 2005 ist das Team ununterbrochen deutscher Meister, 2007 gewann der Klub zusätzlich die Champions League.

Vom März 2007 bis zum Oktober 2008 legte der VfB auf nationaler Ebene zudem eine imposante, 597 Tage andauernde Siegesserie hin.

Nach der Pleite gegen Unterhaching ging Moculescus Blick dennoch über den Tellerrand des eigenen Vereins hinaus.

"Das war ein Topspiel. Wenn es davon mehr gäbe, täte es der Liga gut", sagte der 58-Jährige.

Er fühlt sich für das Wohl der deutschen Liga mitverantwortlich, ist geprägt von den neun Jahren als Nationaltrainer. Nach schmerzhaften Niederlagen merkt man das besonders.

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