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Team-Kapitän Joao Jose spielt seit 2004 beim VfB Friedrichshafen © imago

Gegen Kazan muss der VfB nur gewinnen, um einen Entscheidungssatz zu erzwingen. Coach Moculesu mag den "Golden Set" nicht.

Von Annette Bachert

München - Der "Golden Set" als große Chance: Denn obwohl der zwölffache Deutschen Meister das Playoff-6-Hinspiel in der Champions League gegen Zenit Kazan glatt mit 0:3 Sätzen verlor, ist die Chance noch ins Halbfinale einzuziehen nicht gerade gering.

Denn die Mannschaft von Stelian Moculesu müsste, unabhängig der Satzanzahl, nur das Rückspiel gegen den russischen Champion gewinnen, um den entscheidenden "Goldenen Satz" zu erzwingen.

"Nur weil der Golden Set uns in diesem Fall theoretisch zugute kommen könnte, ändere ich meine Meinung nicht", sagt Moculescu: "Mit dieser Regel ist das Hinspiel mehr oder weniger bedeutungslos."

Böhme glaubt an den "siebten Mann"

Einfach wird es trotzdem nicht, nach Moculescus Rechnung beinahe ein Ding der Unmöglichkeit: "Gegen so eine Mannschaft wie Kazan gewinnst du von zehn Spielen vielleicht ein oder zwei."

Von den vier Aufeinandertreffen in der Vorrunde ging Friedrichshafen nur einmal als Sieger vom Feld (DATENCENTER: Champions League 2011/12).

Dennoch glaubt Mittelblocker Marcus Böhme an einen Erfolg: "Wir haben es schon einmal geschafft. Aber das funktioniert nur zusammen mit unseren Fans. Wenn wir Kazan noch einmal besiegen wollen, können wir das nur gemeinsam schaffen."

"Ein Spiel zum Genießen"

"Ich hoffe, dass wir nicht die gleichen Fehler wie beim Hinspiel in Kazan machen. Wir müssen wirklich gut aufschlagen, sonst wird es schwierig", sagt Kapitän Joao Jose: "Wir müssen am Limit spielen."

Und Coach Moculesu fordert: "Die Jungs sollen frech spielen und sich reinhauen. Es wird für sie ein Spiel zum Genießen."

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