DVV-Männer euphorisch ins Millionen-Finale
München/Sofia - Nach ihrem historischen Triumph hatten sich die deutschen Volleyballer bei einer kleinen Party ein paar Gläser Bier gegönnt, ehe am Tag danach die akribische Vorbereitung auf das Weltliga-Finale (ab Mi., täglich LIVE im TV auf SPORT1+) begann.
"Wir wollen jedes Spiel gewinnen", sagte Kapitän Björn Andrae. Erstmals nach acht vergeblichen Anläufen ist die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) bei der Endrunde ab Mittwoch im bulgarischen Sofia vertreten.
Dem Sieger winkt ein lukratives Preisgeld in Höhe von einer Million US-Dollar ( Bericht: DVV-Männer erstmals in World-League-Endrunde).
Erstmals unter Top Sechs der Welt
Nach zehn Siegen bei nur zwei Niederlagen (30 Punkte) startet die Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen voller Vorfreude in das Turnier mit den besten sechs Teams der Welt.
"Das ist ein sehr bemerkenswerter Erfolg, darauf können wir sehr stolz sein", sagte DVV-Präsident Werner von Moltke: "An die eine Million denken wir dabei nicht, da haben andere Teams viel größere Chancen. Wir müssen trotz allem realistisch bleiben."
Doch knapp vier Wochen vor dem Beginn der Olympischen Spiele in London (27. Juli bis 13. August) haben die Volleyballer jede Menge Selbstvertrauen getankt und wollen die Weltliga-Endrunde auch als Generalprobe für den Höhepunkt des Jahres in der britischen Metropole nutzen.
Halbfinale als Ziel
Man wolle so lange dabei bleiben, wie es geht, versicherte Andrae: "Mindestens bis zum Halbfinale."
Dazu ist in der Vorrunde am Mittwoch (ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) gegen Gastgeber Bulgarien, der am Sonntag 3:2 geschlagen wurde, oder am Donnerstag (ab 15.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) gegen Olympiasieger USA mindestens ein Sieg notwendig.
Die ersten beiden Teams der Dreiergruppe qualifizieren sich für die Vorschlussrunde, das Finale in der Armeets Arena findet am Sonntag (20.45 Uhr) statt. In der zweiten Gruppe treten Kuba, Polen und Brasilien an.
Wende innerhalb eines Jahres
Nach der verkorksten EM im Vorjahr, als die Mannschaft damals noch unter Ex-Trainer Raul Lozano sieglos in der Vorrunde ausgeschieden war, reiten die Schmetterkünstler derzeit auf einer Erfolgswelle.
Olympia-Qualifikation, Weltliga-Finale - da bleiben kaum Wünsche offen.
"In der Mannschaft stimmt es einfach, und es macht Spaß, ihnen zuzusehen", lobte von Moltke, der sein Amt nach den Sommerspielen niederlegen wird: "Jetzt können wir uns für das tolle Jahr belohnen. Ich bin optimistisch, dass uns das gelingen wird."
Kein Kanonenfutter bei Olympia
Mindestens Platz acht soll es in London geben, auch dort will die Mannschaft nicht nur einfach mitspielen.
"Das Team hat gezeigt, dass es großes Potenzial hat", sagte von Moltke. Auch Andrae gibt sich vor der Generalprobe optimistisch: "Wir freuen uns aufs Finale, die Euphorie ist groß."
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