vergrößernverkleinern
Max Günthör wechselte 2008 von evivo Düren zu Generali Haching © getty

Eine unglaubliche Serie sichert Haching den Pokal-Titel. Die roten Raben Vilsbiburg wollen nun den dritten Titel einfahren.

Halle/Westfalen - Doppelter Volleyball-Festtag für Bayern: Generali Haching und die Roten Raben Vilsbiburg haben sich erstmals den Pokal gesichert.

Die Männer vom Münchner Vorortklub Haching traten dabei mit dem 3:1 (25:17, 19:25, 25:17, 25:18) im Finale gegen den Moerser SC die Nachfolge des zuvor achtmal in Serie erfolgreichen Meisters VfB Friedrichshafen an.

10.000 Zuschauer in in Halle/Westfalen feierten die größte Volleyball-Fete des Jahres.

Größter Erfolg für Haching

"Das war Werbung pur für den deutschen Volleyball. Jeder Zuschauer auf den Rängen war begeistert", kommentierte Verbandschef Werner von Moltke die gelungene Veranstaltung.

Dabei feierte Haching, das im Halbfinale den Abonnement-Champion Friedrichshafen mit 3:1 ausgeschaltet hatte, den größten Erfolg der Vereinsgeschichte.

Moers mit seinem Trainer Georg Grozer verpasste dagegen den ersten großen Triumph seit dem Pokalsieg vor 16 Jahren.

Haching will auch den Meistertitel

"Der erste Titel ist immer etwas ganz Besonderes. Die Stimmung in der Halle war phänomenal. Jetzt wollen wir auch Meister werden", sagte der starke Zuspieler Patrick Steuerwald und tanzte mit seinen Kollegen durch die tobende Halle.

Garant des Hachinger Sieges war Nationalspieler Max Günthor, der den ersten Satz mit einer unglaublichen Aufschlagserie vom 14:16 zum 24:16 drehte.

Nach einem Hänger im zweiten Satz sorgte erneut Günthor mit einem Ass zur 2:1-Satzführung für die Vorentscheidung.

Erster Pokaltriumph

Zwei Stunden zuvor hatte der deutsche Frauen-Meister Vilsbiburg ebenfalls seinen ersten Pokaltriumph gefeiert.

Das niederbayerische Team von Guillermo Gallardo setzte sich in einer dramatischen Partie mit 3:2 (25:22, 25:23, 14:25, 18:25, 15:12) gegen Ligakonkurrent Dresdner SC durch.

"Erst Meister, jetzt Pokalsieger - das ist die perfekte Bilanz", sagte Gallardo.

Weiterer Festtag?

Im entscheidenden fünften Satz besiegelte die Dresdner Nationalspielerin Saskia Hippe mit einem Aufschlag ins Netz den Sieg der abgezockteren Vilsbiburgerinnen.

Dem zweimaligen Pokalsieger Dresden wurde seine Unerfahrenheit in den entscheidenden Situationen zum Verhängnis.

"Es war eine fantastische Stimmung hier. Alles war in rot, unseren Vereinsfarben gehalten, das war sehr schön. Und der Sekt bei der Feier hat perfekt geschmeckt", meinte Vilsbiburgs Spielführerin Regina Buchhardt.

Am nächsten Wochenende können die Roten Raben bei der Endrunde im europäischen CEV-Cup für einen weiteren Festtag in Bayern sorgen.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel