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Hachings Bezwinger VfB Friedrichshafen ist mit zwölf Meisterschaften Rekordchampion © getty

Rekordmeister Friedrichshafen greift nach dem Finaleinzug nach dem 13. Titel. VfB-Spieler Günthör sieht Berlin als Favorit.

München - Kaum hatte Rekordmeister VfB Friedrichshafen den Einzug ins Traumfinale um die deutsche Meisterschaft perfekt gemacht (News), galt die volle Konzentration auch schon dem Duell mit Titelverteidiger Berlin Recycling Volleys.

"Berlin ist klarer Favorit, das wird schwierig, aber wir sind in einer Form, die wir die ganze Hauptrunde nicht hatten", sagte Friedrichshafens Nationalspieler Max Günthör.

Die beiden Top-Klubs stürmten im Eiltempo in die Endspielserie - nun bleibt mehr als eine Woche Vorbereitungszeit.

Die Berliner setzten sich im Halbfinale erwartet souverän mit 3:0 gegen den TV Bühl durch und gaben in der best-of-five-Serie lediglich einen Satz ab.

"Wir haben okay gespielt"

Im dritten Duell brauchte der Champions-League-Teilnehmer beim 3:0 in eigener Halle gar nur 75 Minuten.

"Wir haben okay gespielt, aber nicht super", sagte Trainer Mark Lebedew bescheiden: "Wir freuen uns jetzt aber trotzdem auf die nächsten Spiele und werden die verbleibenden Tage nutzen."

Moculescu zufrieden

Überraschend souverän schaffte Friedrichshafen den Einzug ins Finale. (SERVICE: Alles zum Volleyball)

Gegen den favorisierten Pokalsieger Generali Haching gewann die Mannschaft von Trainer Stelian Moculescu alle drei Begegnungen und kämpfte sich am Mittwoch in Haching nach zwischenzeitlichem Rückstand sogar zum 3:2-Sieg zurück.

"Ich bin fast froh, dass wir fünf Sätze gespielt haben, diese Situation hatten wir noch nicht", sagte Moculescu.

Touzinsky zuversichtlich

Hauptrundensieger Berlin hat am 21. April in der Max-Schmeling-Halle im ersten Spiel Heimvorteil und will beim dritten Finaleinzug in Serie den Meistertitel gegen die wiedererstarkten Häfler verteidigen.

"Unsere klaren Siege gegen Bühl geben uns mit Blick auf die anstehende Aufgabe viel Selbstvertrauen", sagte Berlins Kapitän Scott Touzinsky.

Friedrichshafen in Topform

Allerdings präsentiert sich Friedrichshafen pünktlich zur entscheidenden Saisonphase in absoluter Topform und greift nach dem 13. Meistertitel.

Zwischen 2005 und 2011 hatte der Klub sieben Titel in Folge gewonnen - erst Berlin beendete im Vorjahr die beeindruckende Serie.

"Wir sind jetzt auch in der Lage, Spiele zu drehen. Das ist positiv", sagte Coach Moculescu.

Frust bei Haching

Das bekam Vorjahresfinalist Haching am Mittwoch zu spüren, dort müssen sie nach dem Aus weiter auf den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte warten.

"Es ist einfach bitter", sagte Libero Sebastian Prüsener: "Das war das erste Halbfinalspiel, in dem wir gekämpft haben. Wir haben das erste Mal normal Volleyball gespielt, so wie wir es können." Doch selbst das reichte nicht aus.

Nach den anstrengenden letzten Wochen können die beiden Finalisten in den nächsten Tagen dank ihrer schnellen Triumphe etwas ausspannen.

"Wir werden der Mannschaft nun ein bisschen frei geben und ab Montag die Vorbereitung auf die Finals beginnen", sagte Lebedew.

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