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Die deutschen Volleyballerinnen wollen ins Endspiel der European League
Die deutschen Frauen holten bei der Europameisterschaft 2011 Silber © getty

Das Team von Giovanni Guidetti feiert bei der Heim-EM im ersten Spiel den ersten Sieg. Deutschland bezwingt Spanien glatt.

Halle/Westfalen - Nach dem Start nach Maß in die Heim-EM pustete Margareta Kozuch erst einmal tief durch.

Der Druck und die Erwartungen, meinte die Spielführerin der deutschen Volleyball-Nationalmannschaft, waren beim souveränen Auftaktsieg gegen Spanien die größten Gegner.

"Meine Beine haben gezittert, es war schon sehr aufregend", sagte Kozuch.

"Mehr Qualität zeigen"

Auch dank der Führungsqualitäten der 1,88 m großen Blondine, die mit 26 Jahren und mehr 270 Länderspielen eine der erfahrensten Spielerinnen im jungen Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti ist, ließen die DVV-Frauen beim 3:0 (25:15, 25:15, 25:17) gegen die iberischen Außenseiterinnen vor 4.800 Zuschauern im westfälischen Halle nichts anbrennen.

"Es ist etwas ganz Besonderes hier zu spielen. Wir haben glücklicherweise die tolle Atmosphäre mit aufs Feld genommen und nicht an uns gezweifelt", schilderte Kozuch.

Coach Guidetti freute sich über "einen perfekten Start in die EM", allerdings sagte der Italiener: "Wir wissen, dass wir am Samstag gegen die Niederlande deutlich mehr Qualität zeigen müssen. Ich habe jeden Tag im Training besseren Volleyball gesehen als heute. Deswegen bleibe ich ganz ruhig."

Fehlerquote minimiert

Seine Mannschaft tat sich zu Beginn schwer, zu ihrem Spiel zu finden. "Am Anfang war Spanien sehr schlecht, das hat uns geholfen. Wir waren schon sehr aufgeregt", sagte Corina Suschke-Voigt mit einem erleichterten Lächeln.

Die Mannschaft um Kapitänin Kozuch konnte die eigene Fehlerquote minimieren und den ersten Satz mit 25:15 unter Dach und Fach bringen.

Guidetti gönnte sich sogar den Luxus, Kozuch beim Stand von 22:14 eine Verschnaufpause zu verschaffen (EM 2013: Alle Spiele, alle Ergebnisse).

Lautstarke Untertstützung

Getragen von der lautstarken Unterstützung der Deutschland-Fans spielte das Team im zweiten Satz besser auf.

Besonders die Routiniers Christiane Fürst und Kozuch sorgten mit starken Aktionen am Netz für Begeisterung.

Spanien kam kaum noch in die Partie, der Europameisterschaftszweite setzte die Mannschaft von Trainer von Francisco Hervas konsequent unter Druck und zwang den Gegner so zu Fehlern.

Doch im letzten Durchgang waren sich die Gastgeberinnen ihrer Sache zu sicher.

Konzentration lässt nach

Die Konzentration ließ nach, Spanien ging erstmals in der Partie in Führung. Die Deutschen, die mittlerweile mit Youngster Jennifer Geerties statt Heike Beier spielten, blieben dran und fuhren den Sieg am Ende verdient ein.

Am Samstag bekommt es die deutsche Mannschaft mit den Niederlanden (ab 16.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) zu tun, bevor zum Abschluss der Gruppenphase der Mitfavorit aus der Türkei wartet (ab 17.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Die anderen drei Vorrundengruppen werden in Zürich (B), Dresden (C) und Schwerin (D) ausgetragen. Die Halbfinals und das Finale finden am 13. und 14. September in der Berliner Max-Schmeling-Halle statt.

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