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Bei einem Sieg gegen Griechenland steht die deutsche Mannschaft im Finale
Deutschland ist mit zwei Siegen in die EM gestartet © getty

Deutschland siegt bei der EM gegen die Niederlande in einem packenden Match. Zuvor sieht es lange düster aus.

Halle/Westfalen - Die deutschen Volleyballerinnen haben bei der Heim-EM nach einem Fünf-Satz-Krimi mit Happy End das Viertelfinale fest im Visier.

Das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti fuhr im zweiten Vorrundenspiel in Halle/Westfalen ein schwer erkämpftes 3:2 (27:25, 20:25, 22:25, 25: 23, 15:9) gegen die Niederlande ein und hat nach dem Auftaktsieg gegen Spanien (3:0) das Ticket für die nächste Runde bereits in der Tasche.

Für den direkten Einzug ins Viertelfinale am Mittwoch muss der Gastgeber die Gruppe A als Sieger abschließen, ansonsten geht es am Dienstag in den Playoffs um das Ticket für die Runde der letzten Acht.

(EM 2013: Alle Spiele, alle Ergebnisse)

"Haben unsere Eier rausgeholt"

Gegen die Türkei am Sonntag (ab 18 Uhr LIVE auf SPORT1) muss das DVV-Team um Spielführerin Margareta Kozuch gewinnen, um sich einen zusätzlichen freien Tag zu verdienen.

Der EM-Dritte Türkei gewann am Abend gegen Außenseiter Spanien mit 3:0 (25:13, 25:19, 25:15) und hat ebenso wie die Deutschen nach dem zweiten Spieltag fünf Punkte und 6:2 Sätze auf dem Konto.

"Wir sind von Tag zu Tag besser geworden", sagte Corina Ssuschke-Voigt. "Am Ende haben wir alle unsere Eier rausgeholt", ergänzte die Mittelblockerin mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Kozuch war ebenfalls erleichtert. "Das war ein sehr schwieriges Spiel mit vielen Aufs und Abs. Am Ende sind wir alles oder nichts gegangen, und das war der Schlüssel zum Sieg. Aber es gab nie Zweifel," sagte die Außenangreiferin.

Deutschland verschläft Start

"So ein Spiel hätten wir außerhalb von Deutschland nicht gewonnen. Ich weiß nicht, wie viele Zuschauer hier waren, aber alle haben für uns geschrien", sagte Guidetti über die fantastische Kulisse: "Ich gratuliere meinen Mädels, dass sie die Situation noch repariert haben. Das war echt stark heute, ich bin sehr zufrieden."

Vor rund 6000 Zuschauern begann die deutsche Mannschaft verhalten und ließ den Gegner davonziehen.

Den Niederländerinnen war das kräftezehrende Fünf-Satz-Match am Freitagabend gegen die Türkei (2:3) nicht anzumerken.

Im Gegenteil: Der Punktgewinn gegen den EM-Dritten hatte der Mannschaft um Kapitänin Maret Grothues zusätzlich Selbstvertrauen gegeben.

Auszeit bringt die Wende

Guidetti reagierte prompt, nahm beim Stand von 1:6 die erste Auszeit und fand die richtigen Worte: Punkt für Punkt - jeder einzelne von den Zuschauern mit ohrenbetäubendem Jubel begleitet - kämpften sich Kozuch und Co. zurück in die Begegnung.

Zwei aufeinanderfolgende Blockpunkte brachten am Ende die Entscheidung zugunsten der Deutschen.

Doch auch im zweiten Satz verschlief das DVV-Team den Anfang, wachte aber eher auf.

Wechsel verpuffen

In die erste technische Auszeit ging das Team noch mit drei Punkten Vorspung.

Das Guidetti-Team erhielt seine gute Leistung aber nicht über den kompletten Satz aufrecht, Kozuch und Maren Brinker brachten ihre Angriffe nicht mehr durch, auch in der Annahme gab es Schwächen.

Der Bundestrainer reagierte, er brachte Zuspielerin Denise Hanke für Kathleen Weiss und Saskia Hippe für Kozuch.

Doch der Wechsel zeigte nicht die gewünschte Wirkung, das DVV-Team überzeugte auch im dritten Durchgang über weite Strecken nicht.

Tie-Break bringt Entscheidung

Dank einer starken kämpferischen Leistung und der wiedererstarkten Kozuch erzwang es dann den Tie-Break und behielt am Ende unter den Augen des Beachvolleyball-Olympiasiegers Julius Brink die Oberhand.

Die anderen drei Vorrundengruppen werden in Zürich (B), Dresden (C) und Schwerin (D) ausgetragen.

Die Halbfinals und das Finale finden am 13. und 14. September in der Berliner Max-Schmeling-Halle statt.

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