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Sechs Spiele der deutschen Nationalteams live im Free-TV auf SPORT1
Die DVV-Frauen konnten bereits gegen Spanien und die Niederlande jubeln © imago

Die deutschen Volleyballerinnen besiegen im letzten Gruppenspiel die Türkei deutlich. Jetzt geht es womöglich gegen einen Gruppengegner.

Halle/Westfalen - Deutschlands Volleyballerinnen sind dem ersehnten ersten Titelgewinn bei der Heim-Europameisterschaft ein Stück näher gekommen und auf direktem Weg ins Viertelfinale marschiert.

Die Mannschaft von Bundestrainer Giovanni Guidetti bezwang am Sonntag im westfälischen Halle den EM-Dritten Türkei überraschend deutlich mit 3:0 (25:19, 25:23, 27: 25), nachdem sie einen Tag zuvor die Niederlande mit 3:2 niedergekämpft hatte.

Wiedersehen im Viertelfinale?

Am Mittwoch (ab 19.55 Uhr LIVE auf SPORT1) könnte es die deutsche Mannschaft bereits wieder mit dem Vorrundengegnder Niederlande zu tun bekommen.

Das Oranje-Team sicherte sich am Sonntag mit einen 3:0 gegen Spanien den dritten Platz in der Gruppe A und spielt am Dienstag in den Playoffs gegen Kroatien den Viertelfinalgegner der Deutschen aus.

Vor 5900 Zuschauern hatte der Vize-Europameister im Gegensatz zu den ersten Spielen seine Nerven von Anfang an im Griff.

"Die Anspannung wird bei einer Heim-EM einfach nicht weniger", hatte Mittelblockerin Corina Ssuschke-Voigt bereits vor dem Duell gesagt - diesmal fand das Team die richtige Antwort.

Starke Aufschläge

Besonders die starken Aufschläge des deutschen Teams machten den Türkinnen, die durch zahlreiche Fans in roten Shirts ebenfalls lautstark angefeuert wurden, das Leben schwer. Auch der Außenangriff, besonders über Maren Brinker, war im ersten Satz sehr effektiv.

Insgesamt präsentierte sich die Auswahl um Spielführerin Margareta Kozuch in allen Bereichen verbessert. Nach 26 Minuten verwandelte die Außenangreiferin den Satzball zum 1:0.

Den zweiten Satz begann das Guidetti-Team sehr stabil, knickte dann aber ein und gab die Führung aus der Hand.

Mit einem Rückstand von sechs Zählern ging es in die zweite technische Auszeit. Guidetti brachte Youngster Jennifer Geerties auf Außen und die Gastgeber kamen wieder heran.

Auch dank der erst 19-Jährigen, die bei ihrem ersten Großereignis vollkommen befreit aufspielte, holte sich Deutschland auch den zweiten Durchgang.

Guidetti-Verlobte entscheidend beteiligt

Der dritte Satz war über die komplette Spielzeit sehr ausgeglichen, die Führung wechselte immer wieder.

Dabei wehrte das DVV-Team insgeamt zwei Satzbälle der Türkinnen ab und nutzte ihrerseits den zweiten Matchball durch einen Block.

Dabei verursachte ausgerechnet die Verlobte von Bundestrainer Giovanni Guidetti, Bahar Toksoy, mit einem Fehlaufschlag den zweiten Matchball des DVV-Teams. Beim entscheidenden Punkt saß die 25-Jährige dann nur auf der Ersatzbank.

Kampfgeist und Schlussspurt

Am Samstag hatte die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) mit großem Kampfgeist und einem furiosen Schlussspurt ein 3:2 gegen die Niederlande erzwungen und sich damit alle Möglichkeiten offen gehalten.

"So ein Spiel hätten wir außerhalb von Deutschland nicht gewonnen. Ich weiß nicht, wie viele Zuschauer hier waren, aber alle haben für uns geschrien", hatte Guidetti die fantastische Kulisse gelobt und die Leistung seiner Mannschaft gewürdigt.

"Ich gratuliere meinen Mädels, dass sie die Situation noch repariert haben. Das war echt stark, ich bin sehr zufrieden."

Dabei sah es zwischenzeitlich schon nach der ersten Niederlage aus, denn die Gastgeberinnen hatten Probleme in der Annahme und auch Schwierigkeiten im Außenangriff.

Dagegen punktete das Guidetti-Team mit einem starken Aufschlag und profitierte von der Schwäche der Niederländerinnen in der Angabe.

"Der Außenangriff ist unsere Achillesferse. Wir haben nun mal keine Spielerinnen über 1, 90 Meter, die über alles hinweghauen", so Guidetti.

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