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Die deutschen gewannen ihren Test gegen die serbische Auswahl
Die deutschen Volleyballerinnen treffen im Halbfinale auf Belgien © imago

Angetrieben von einer beeindruckenden Kulisse feiern die DVV-Damen einen klaren Sieg. Nur kurz verlieren sie den Faden.

Halle/Westfalen - Der Titel-Traum lebt weiter:

Deutschlands Volleyballerinnen haben ihren Siegeszug bei der Heim-EM fortgesetzt und das Ticket zum Halbfinale in Berlin gelöst.

Das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti setzte sich im Viertelfinale in Halle/Westfalen 3:0 (25:23, 25:23, 25:18) gegen Kroatien durch und trifft nun am Freitag in der Runde der letzten Vier auf Belgien. Mit dem Erfolg sind die "Schmetterlinge" ihrem ersten Europameisterschafts-Triumph einen weiteren Schritt näher gekommen.

Jetzt gegen Belgien

Nun wartet am Freitag in European-League-Finalist Belgien (ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) eine machbare Aufgabe auf das Guidetti-Team.

Im Finale am Samstag könnte es dann gegen Weltmeister Russland gehen. Die Russinnen waren mit einem 3:0 gegen den EM-Dritten Türkei weitergekommen und treffen im ersten Halbfinale am Samstag auf Titelverteidiger Serbien oder Italien.

"Sie geben alles"

Guidetti war nach dem Sieg gegen Kroatien sehr stolz auf sein Team. "Diese Mannschaft spielt einen besonderen Volleyball. Sie geben alles", sagte der Italiener bei SPORT1.

Vor dem nächsten Gegner warnte er aber schon: "Gegen Belgien haben wir dieses Jahr zweimal verloren und dreimal knapp 3:2 gewonnen. Das ist eine superstarke Mannschaft."

DVV-Präsident Thomas Krohne hatte dem Team vor der Partie sein Vertrauen ausgesprochen: "Ich glaube an diese Mannschaft, wir werden Gold holen."

Fürst optimistisch

Auch Mittelblockerin Christiane Fürst war optimistisch: "Kroatien ist ein sehr erfahrenes Team mit einigen jungen Krachern. Aber sie machen nichts Überraschendes", sagte die erfahrene 28-Jährige, die schon 2011 mit der deutschen Mannschaft das Finale der EM erreichte. Damals gab es eine 2:3-Niederlage gegen Serbien.

Die 6600 Zuschauer im Gerry Weber Stadion sahen schon im ersten Satz eine beherzt aufspielende deutsche Auswahl, doch Kroatien hielt dagegen.

Besonders der Diagonalangriff um Samanta Fabris, die auch schon in den Play-offs gegen die Niederlande stark aufgespielt hatte, bereitete der deutschen Abwehr einige Probleme. Einmal mehr war es Spielführerin Margareta Kozuch, die in kritischen Momenten die entscheidenden Punkte machte und ihr Team zum 1:0 führte.

Beeindruckende Kulisse

Angetrieben von der wieder einmal beeindruckenden Kulisse zeigten die Deutschen eine auch kämpferisch überzeugende Leistung und erarbeiteten sich dank guter Blockarbeit und variabler Angriffe im zweiten Durchgang eine knappe Führung, die trotz kleinerer Schwierigkeiten in der Annahme bis zum Ende Bestand hatte.

Dabei wurde es noch einmal richtig spannend, als das Guidetti-Team gleich fünf Satzbälle vergab - doch erneut war Kozuch zur Stelle.

Im dritten Durchgang zog die deutsche Mannschaft schnell davon und hielt die Kroatinnen zunächst auf Distanz. Mitte des Satzes verlor sie dann aber ein wenig den Faden, auf einmal führten die Osteuropäerinnen 15:13, und Guidetti musste während einer Auszeit laut werden.

Sieben Punkte in Serie

Die Ansprache half: Mit sieben Punkten in Serie spielte sich Deutschland den entscheidenden Vorsprung heraus.

Der Vize-Europameister, der die Vorrunde im westfälischen Halle nach drei Siegen in drei Spielen als Gruppensieger abgeschlossen hatte, steht zum dritten Mal in Folge in einem EM-Halbfinale. 2009 mussten sich die deutschen Schmetterlinge mit Rang vier begnügen, zwei Jahre später unterlag das Team um Spielführerin Margareta Kozuch im Endspiel.

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