Trotz der Finalniederlage spricht Saskia Hippe bei SPORT1 über die Euphorie in Deutschland und die Hochzeit von Coach Guidetti.

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Von der Volleyball-EM berichtet Jakob Gajdzik

Berlin - Tränen flossen bei den Schmetterlingen nur direkt nach Spielschluss. Kurz darauf konnten die deutschen Volleyballerinnen nach dem verlorenen EM-Finale gegen Russland (Bericht) wieder lachen und tanzen.

Zu stark war am Ende der aktuelle Weltmeister für das Team von Nationaltrainer Giovanni Guidetti. Das erkannten auch die unterlegenen DVV-Damen schnell an.

Zusammen mit Bronze-Sieger Belgien feierten schließlich alle drei Medaillen-Gewinner bei der Siegerehrung unter tosendem Beifall ein glänzendes Turnier.

Unter den Guidetti-Girls, die nach 2011 das zweite Endspiel bei einer Europameisterschaft verloren hatten, war auch Saskia Hippe.

Die Diagonalangreiferin vom Schweriner SC sammelte ihre zweite Silbermedaille ein.

Im SPORT1-Interview spricht die 22-Jährige über die Finalniederlage gegen Russland, ihr Heimspiel als Berlinerin und die Hochzeit ihres Trainers.

SPORT1: Frau Hippe, wie geht es Ihnen nach dem Finale?

Saskia Hippe: Ich bin einfach erschöpft. Nach den ersten Eindrücken der Niederlage geht es mir aber schon besser. Ich denke wir können sehr stolz auf das sein, was wir geschafft haben.

SPORT1: Leider hat es zum ganz großen Wurf bei der Heim-EM doch nicht gereicht.

Hippe: Gegen Russland hat es einfach nicht sollen sein. Wir haben alles versucht, aber die Russinnen waren einfach größer, sie sind höher gesprungen und haben härter geschlagen. Das müssen wir anerkennen.

SPORT1: Es war nach 2011 die zweite Finalniederlage bei einer EM in Folge. Was fehlte zum entscheidenden Schritt?

Hippe: Natürlich wollen wir immer gewinnen, und dieses Ziel werden wir immer im Auge behalten. Nach so einem Finale sind solche Gedanken aber noch weit weg.

SPORT1: Gehen Sie mit Silber dennoch glücklich nach Hause?

Hippe: Auf jeden Fall. Durch den zweiten Platz haben wir uns auch die WM-Qualifikation erspart und können so ein freies Weihnachten und ein freies Neujahr genießen.

SPORT1: Wie war es für Sie als Berlinerin in Ihrer Heimat?

Hippe: Das ist einfach grandios, vor der eigenen Haustür zu spielen. Vor den eigenen Fans das Finale zu spielen, war einfach der Wahnsinn. Die Unterstützung war klasse.

SPORT1: Nicht nur in der Halle, auch vor den TV-Schirmen haben Sie und Ihr Team eine Welle der Begeisterung ausgelöst.

Hippe: Wir sind stolz darauf, was wir in Deutschland ausgelöst haben. Was wir an neuen Volleyball-Fans gewonnen haben, ist einfach enorm. Wir hoffen, dass die Leute das Spiel weiter so verfolgen und der Sport einen Schritt nach vorne macht.

SPORT1: Kommt jetzt als krönender Abschluss die Party bei der Hochzeit Ihres Trainers Giovanni Guidetti?

Hippe: Leider können wir da nicht alle hin, weil es für einige von uns wieder zurück zu ihren Klubs geht. Dann geht es sofort weiter mit der Saisonvorbereitung. Zum Beine hochlegen bleibt keine Zeit. Doch zumindest jetzt wird gefeiert.