Die russischen Hünen lassen sich im Finale gegen Italien auch von der streikenden Beleuchtung in Kopenhagen nicht beirren.

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Kopenhagen - Die russischen Volleyballer haben ihre Durststrecke beendet und zum 13. Mal die Europameisterschaft gewonnen.

Der Olympiasieger bezwang am Sonntag im Endspiel in Kopenhagen Italien mit 3:1 (25:20, 25:22, 22:25, 25:17) und holte erstmals nach 22 Jahren wieder Gold bei dem Kontinentalturnier.(Bericht)

Die Russen um den 2,18 Meter großen Mittelblocker Dmitri Muserskij waren von Beginn an hellwach und untermauerten mit einer souveränen Vorstellung ihre Ausnahmestellung. Selbst als im zweiten Satz mehrmals in dem zur Volleyball-Arena umgerüsteten Fußball-Stadion die Beleuchtung streikte und die Südeuropäer immer stärker wurden, bewahrte der EM-Rekordsieger kühlen Kopf.

Italien erlebt ein Deja-Vu

Italien hielt dagegen und schöpfte nach dem Gewinn des dritten Durchgangs frischen Mut für die Überraschung. Doch wie schon vor zwei Jahren mussten sich die Italiener mit Rang zwei begnügen und warten weiter auf das erste EM-Gold seit 2005.

Bronze hatte sich zuvor Serbien geholt. Die Nummer sieben der Welt besiegte den Olympia-Vierten Bulgarien mit 3:0 (25:22, 32:30, 27:25). Bei der letzten Europameisterschaft 2011 hatten die Serben noch den Titel-Gewinn gefeiert.

Die Zuschauer bekamen in der Parken Arena eine spannende Partie geboten. Serbien und Bulgarien, das im Viertelfinale die deutschen Volleyballer ausgeschaltet hatte, schenkten sich in dem knappen Kräftemessen nichts. Am Ende hatte jedoch der EM-Sieger von 2011 den längeren Atem.

Die Deutschen waren nach drei Siegen zum Auftakt im Viertelfinale an den Bulgaren gescheitert.

Nach einem blamablen Platz 15 vor zwei Jahren sorgte die junge Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen mit Rang sechs und der Qualifikation für die EM 2015 in Italien und Bulgarien dennoch für ein gutes Ergebnis. Nicht zuletzt, weil sie Russland in der Gruppenphase die einzige Turnier-Niederlage zufügte.

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