Christiane Fürst, Kapitänin der deutschen Volleyball-Nationalmannschaft, hat sich gleich in ihrer ersten Saison beim italienischen Spitzenklub Volley Bergamo den Sieg in der Champions League gesichert.

Am Sonntagabend bezwang das Team Fenerbahce Istanbul in einem hochklassigen Fünf-Satz-Krimi mit 3:2 (25:22, 25:21, 22:25, 20:25, 15:9).

Für Bergamo war es bereits der zweite Triumph in der Königsklasse hintereinander. "Es war unglaublich, dass wir einen so starken fünften Satz gespielt haben, obwohl wir schon so kaputt waren", sagte Fürst über ihren größten Erfolg als Klubspielerin.

Nach einer komfortablen Zwei-Satz-Führung hatten die Türkinnen zurück ins Spiel gefunden und zum 2:2 ausgeglichen. "Aber ich habe meinen Spielerinnen gesagt, dass sie ruhig bleiben sollen", sagte Bergamos Cheftrainer Lorenzo Micelli.

Für die anschließenden Feierlichkeiten mobilisierten Fürst und ihre Kolleginnen dann noch einmal letzte Kräfte. "Um 3.30 Uhr war ich auf meinem Zimmer", sagte die deutsche Mittelblockerin.

Verdient war der Feiermarathon nach dem Finale vor 4500 Zuschauern allemal, Fürsts Coach Micelli lobte: "Ich bin sicher, dass das Publikum die besten zwei Teams in Europa gesehen hat."

Fürst hatte bereits bei ihrem Wechsel zu Saisonbeginn von Pesaro nach Bergamo ein gutes Gefühl gehabt. Schon beim ersten Besuch habe sie die Trophäensammlung des Vereins tief beeindruckt, erzählte sie. "Ich habe gespürt: Hier ist der Erfolg zu Hause", sagte Fürst - und bekam jetzt mit dem Triumph in der Champions League Recht.

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