Serbien ist als erstes Team ins WM-Halbfinale eingezogen und hat damit Russlands Spielmanipulationen in der zweiten Runde bestraft. Der Mitfavorit unterlag in Florenz überraschend mit 1:3 (26:28, 25:16, 21:25, 25:27) gegen den Sydney-Olympiasieger, der in der Vorrunde Deutschland 3:0 besiegt hatte.

Da die Serben zuvor auch ihr erstes Drittrundenspiel mit 3:1 gegen Argentinien gewonnen hatten, ist ihnen Platz eins im Pool P nicht mehr zu nehmen.

"Wer Gold bei einer WM gewinnen will, muss versuchen, alle Spiele zu gewinnen", sagte Serbiens Kapitän Nikola Grbic nach dem Triumph. Russland hatte sein Zweitrundenspiel gegen Spanien nach 2:0-Führung noch bewusst mit 2:3 verloren, um in die vermeintlich leichtere Gruppe mit Serbien zu kommen.

"Das war kein Fairplay und wird Konsequenzen haben", hatte Weltverbands-Chef Jizhong Wei erklärt. Doch die russische Rechnung ging nicht auf, als Konsequenz muss der italienische Trainer Daniele Bagnoli jetzt um seinen Job zittern.

Weltmeister Brasilien hatte in der zweiten Runde sein Spiel gegen Bulgarien (0:3) ebenfalls abgeschenkt, um in eine vermeintlich leichtere Gruppe zu kommen. Deutschland hat am Mittwoch mit einem Sieg die Chance, auch diesen Schachzug zu bestrafen.

Gastgeber Italien gewann das Schlüsselspiel auf dem Weg in die Runde der letzten Vier nach hartem Kampf mit 3:1 gegen Olympiasieger USA. Mit einem Sieg gegen Frankreich am Mittwoch wäre Italien im Semifinale.

In Gruppe Q kommt es am Mittwoch zu einem Endspiel um das Halbfinal-Ticket zwischen Bulgarien und Kuba. Das Karibik-Team triumphierte mit 3:1 gegen Spanien

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