Am Ende waren Deutschlands Volleyballer selbst ein wenig überrascht über die eigene Stärke.

"Damit haben wir nicht gerechnet. Wir wussten ja gar nicht, wo wir stehen", sagte Denis Kaliberda, mit 20 Jahren jüngster deutscher Spieler.

Ein Sieg und drei Punkte zum Auftakt der Weltliga, das Ganze auswärts beim Weltranglisten-Siebten Bulgarien - diese Bilanz kann sich sehen lassen.

"Uns fehlt noch ein wenig die Konstanz. Aber das ist zum jetzigen frühen Zeitpunkt ganz normal und sicher kein Grund zu Panik", sagte Kapitän Robert Kromm.

Nach dem 3:2 am Samstag ging tags darauf die zweite Partie 2:3 verloren. "Die Bulgaren waren immer dann besser, wenn es wichtig war", sagte Bundestrainer Raul Lozano nach der knappen Pleite, die immerhin noch einen Punkt brachte.

Der Argentininier zog ein positives Fazit des Bulgarien-Trips: "Allgemein ist es alles andere als schlecht, dass wir zu einem so frühen Zeitpunkt in der Lage sind, zweimal fünf Sätze in Bulgarien zu spielen."

Gänzlich ohne Testspiel-Erfahrung war die deutsche Mannschaft nach Varna gereist, dafür mit der Hoffnung, erstmals die Weltliga-Endrunde der 16 weltbesten Teams zu erreichen.

Dazu genügt zwar schon Platz zwei in der Vorrunden-Gruppe B, allerdings muss die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) dafür eines der beiden Schwergewichte Bulgarien und Russland ausschalten.

Deutschlands nächster Gegner Russland setzte sich mit zwei Siegen ohne Satzverlust gegen Japan an die Tabellenspitze. Am Freitag und Samstag kommt es in Kaliningrad zur nächsten Bewährungsprobe für das deutsche Team.

Zuvor reisten die Lozano-Schützlinge am Montag zurück nach Frankfurt. Reisestrapazen, denen der Bundestrainer mit einem freien Dienstag begegnet, bevor es dann am Mittwoch weiter nach Russland geht.

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