Nationalspielerin Margareta Kozuch macht sich trotz ihres Streiks um mangelnde Spielpraxis für die Olympiaqualifikation keine Gedanken.

"Wichtig ist, dass ich im Training bleibe," sagte die Spielführerin der deutschen Auswahl im Gespräch mit der Tageszeitung "Die Welt".

Kozuch hatte zuletzt zwei Einsätze für ihren polnischen Klub Trefl Sopot verweigert, da alle ausländischen Spielerinnen des Vereins seit Beginn der Saison noch kein Gehalt bekommen haben.

Im Play-off-Viertelfinale um die polnische Meisterschaft am Mittwoch trat die 25-Jährige allerdings wieder an und sorgte beim 3:0-Sieg für 23 Punkte.

"Ich habe zwei Stunden vor dem Spiel mündlich die Garantie bekommen, dass ein Teil des Geldes kommen wird. Nur deshalb habe ich mich umentschieden, doch zu spielen", sagte Kozuch.

Die Außenangreiferin hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sich die Situation in Sopot doch noch zum Guten wendet, und hat daher auch die Wechselfrist zum 31. Januar ungenutzt verstreichen lassen.

"Es verzögert sich alles, auch wenn ich das Gefühl habe, dass sich etwas bewegt", so Kozuch.

Mit der Nationalmannschaft kämpft die zweimalige Volleyballerin des Jahres vom 1. bis zum 6. Mai im türkischen Ankara um die Qualifikation für die Olympischen Spiele.

Bereits am Donnerstag hatte Bundestrainer Giovanni Guidetti seinen beiden Polen-Legionärinnen Kozuch und Corina Ssuschke-Voigt eine Einsatzgarantie für die kommende Aufgabe gegeben, selbst wenn beide bei Trefl auch in den letzten Spielen den Einsatz verweigern sollten.

Doch noch hoffen die beiden Stammkräfte auf ein gutes Ende.

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