Bundestrainer Giovanni Guidetti traut seinen Volleyballerinnen bei der EM (6. bis 14. September) eine Menge zu. "Es wird schwer, die Europameisterschaft im eigenen Land zu gewinnen. Aber wir haben die Möglichkeit, eine Medaille zu gewinnen, wenn wir eine gute Vorbereitung spielen und alle gesund bleiben", sagte Guidetti rund vier Monate vor dem Auftakt. Das Turnier findet in Deutschland und der Schweiz statt.

"In diesem Sommer interessiert mich nur die Europameisterschaft. Den Zeitraum vom 25. Mai bis zum 6. September begreife ich nur als Vorbereitung. Danach zählt es", sagte Guidetti, der mit seiner Mannschaft vor der EM noch an der European League und am Grand Prix teilnimmt.

Beim zweiten Finalspiel um die deutsche Meisterschaft zwischen dem Dresdner SC und dem Schweriner SC am Mittwoch ist Guidetti auf der Suche nach jungen Spielerinnen für das DVV-Team und behält dabei auch die Leistung seiner Schützlinge im Blick. "Ich möchte mich selbst davon überzeugen, wie gut Denise Hanke drauf ist. Sie hat es bisher in der Bundesliga und auch in der Champions League toll gemacht. Und ich schaue auf Schwerins Libera Lisa Thomsen sowie Mittelblockerin Anja Brandt. Bei Dresden interessiert mich, was die jungen Spielerinnen zeigen", erklärte der 40-Jährige, der in der vergangenen Woche mit seinem türkischen Klub Vakifbank Istanbul das Triple perfekt gemacht hatte.

Beim internationalen Turnier im schweizerischen Montreux (28. Mai bis 2. Juni), das den Volleyballerinnen als Vorbereitung dienen soll, vertraut Guidetti dann vor allem den Spielerinnen aus der Bundesliga. "Die Bundesliga macht jede Saison einen Schritt voran. Dass ich in einer wichtigen Saison wie dieser das erste Turnier mit zehn Spielerinnen aus der Bundesliga angehe, zeigt mein Vertrauen in die deutsche Liga", sagte Guidetti. Er sieht jedoch auch Verbesserungspotenzial: "Ich würde mir wünschen, dass die Bundesligisten noch ein wenig mehr Mut hätten, junge deutsche Spielerinnen einzusetzen."

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