Volleyballer Sebastian Schwarz kann sich freuen: In der sogenannten "Todesgruppe" mit Russland, Bulgarien und Tschechien hat der Außenangreifer mit seinen Teamkollegen in drei Spielen drei Siege erzielt. Erwarten konnte das vor dem Turnier in Polen und Dänemark niemand, zumal eine realistische Einschätzung der Ziele fast unmöglich war.

"Wir haben die Gruppe realistisch eingeschätzt. Es ist nunmal die Todesgruppe bei dieser EM und da kann es sein, dass du nach der Vorrunde nach Hause fährst oder wenn es gut läuft, stehst du als Gruppenerster da. Ein Ziel konnten wir daher nicht formulieren", sagte Sebastian Schwarz bei SPORT1.fm.

Da das deutsche Team als Gruppenerster in die K.O-Runde eingezogen ist, entgeht sie somit den kräfteraubenden Playoff-Spielen.

Angesichts der bisherigen Strapazen kommt die kurze Auszeit zur rechten Zeit: "Drei Spiele an drei Tagen sind natürlich keine alltägliche Situation, einmal körperlich als auch mental. Aber wir sind das eigentlich von den großen Turnieren gewöhnt, weil das immer dieser Rhytmus ist. Durch die drei Siege haben wir uns jetzt einen Tag mehr Pause verdient, der auch sehr wichtig ist, da wir direkt im Viertelfinale stehen werden, während die anderen Mannschaften morgen schon wieder ran müssen", so Schwarz.

Auf wen das Team von Bundestrainer Vital Heynen im Viertelfinale trifft, wird zwischen Polen und Bulgarien ausgespielt.

Co-Gastgeber Polen hat bei einem möglichen Spiel gegen die deutsche Auswahl die komplette Halle im Rücken und die Bulgaren haben Deutschland in der Vorrunde bereits einmal alles abverlangt.

Schwarz hat Respekt: "Es sind beides sehr starke Mannschaften. Polen hat 2009 die EM gewonnen, letztes Jahr die World League gewonnen aber bei Olympia lief es dann nicht so gut. Aber sie sind einfach eine sehr gute Mannschaft und auch sehr gute Einzelspieler. Und gegen die Bulgaren haben wir so oft gespielt, wie gegen kein anderes Team die letzten beiden Jahre. Unsere Bilanz ist jetzt wieder ausgeglichen. Bei achten Spielen, die es in den letzten beiden Jahren gab, haben wir vier gewonnen und vier verloren."

Eine Prognose, ob der verletzte Kapitän Jochen Schöps im Viertelfinale zurückkehren wird, wollte Schwarz jedoch nicht abgeben: "Ob er zum Viertelfinale wieder fit wird, weiß man nicht nicht. Er hat eine Verletzung am Bauchmuskel und da kann man schwer einschätzen, wann der Heilungsverlauf abgeschlossen ist. Es ist aber auch so, wenn er spielt, dann muss er in einem guten Zustand sein. Ansonsten hilft das ihm nicht weiter und dem Team auch nicht."

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