Ein chinesischer Wunderheiler soll dem deutschen Wasserballer Florian Naroska doch noch zur WM-Teilnahme verhelfen.

Der 29-Jährige von den Wasserfreunden Spandau hatte im Training eine schwere Schulterverletzung zugezogen. "Er konnte seinen rechten Arm überhaupt nicht mehr bewegen", berichtete Teammanager Michael Zellmer.

Eine Kernspintomografie im offiziellen WM-Krankenhaus in Schanghai ergab zwar, dass "nichts gerissen ist", so Zellmer, an einen Einsatz bei der WM war aber zunächst nicht zu denken.

"Mit der Schulmedizin wäre er frühestens in zwei Wochen wieder fit", sagte Zellmer. Da Bundestrainer Hagen Stamm auf seinen stärksten Abwehrspieler aber auf keinen Fall verzichten wollte, entschied man sich für einen Besuch bei einem chinesischen Heilpraktiker.

"Der sah aus wie Konfuzius", berichtete Zellmer. Seine Behandlung mit Akupunktur, Bioresonanz und Heilkräutern hatte Erfolg: "Florian konnte den Arm danach schon wieder bewegen."

Stamm entschied, den Berliner trotz der Verletzung definitiv für das 13-köpfige WM-Team zu nominieren. "Er ist ein Kämpfer, der die ganze Mannschaft mitziehen kann", sagte der Bundestrainer.

Im ersten Spiel am Montag (12.20 Uhr MESZ) gegen den Olympia-Zweiten USA fehlt Naroska noch, möglicherweise kann er aber bereits in den weiteren Gruppenspielen am Mittwoch (7.30 Uhr MESZ) gegen Südafrika und am Freitag (7.30 Uhr MESZ) gegen Italien eingesetzt werden.

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