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Christin Steuer freut sich über ihren "Traum, ganz oben auf dem Podium zu stehen" © getty

Christin Steuer beschert den Wasserspringern das erste Gold seit 2002. Feck hadert nach Silber mit seinem dritten Sprung.

Budapest - Was für ein Goldstück: Christin Steuer ist in Budapest am späten Abend sensationell zum EM-Titel vom Turm gesprungen.

"Das war immer mein Traum, ganz oben auf dem Podium zu stehen und die Nationalhymne zu hören", sagte die 27-Jährige aus Riesa und schaute bei der Siegerehrung selig auf ihre Goldmedaille.

Zuvor hatte das Synchronpaar Patrick Hausding und Stephan Feck Silber vom 3-m-Brett gewonnen.

Steuer verwies mit 354,50 Punkten die Italienerin Noemi Batki (343,80) und die entthronte Titelverteidigerin Julia Koltunowa aus Russland (340,45) auf die Plätze zwei und drei.

Subschinski mit Rückenproblemen Vierte

Die Berliner Vize-Europameisterin Nora Subschinski, die mit Rückenproblemen zu kämpfen hat, wurde Vierte (320,20).

"Ich bin gar nicht so gut in den Wettkampf gekommen. Ich habe mir gedacht, dass ich einfach versuche, mein Programm abzuspulen", erklärte Steuer.

Erstes Gold seit 2002

Für die 1,69 Meter große Sportsoldatin war es der erste internationale Titel und die erste Einzelmedaille bei einem Großereignis seit WM-Bronze 2007.

Für die deutschen Wasserspringer war es das erste Turm-Gold seit Anke Piper 2002. Der DSV konnte damit über seinen insgesamt vierten Titel bei der EM in Ungarn jubeln.

Zuvor hatten Hausding und Feck Silber im Synchronspringen vom 3-m-Brett gewonnen.

Hausding will noch mehr

Das Synchronpaar musste sich mit 427,95 Punkten nur dem Duo aus der Ukraine (431,67) geschlagen geben. Bronze ging an Russland (410,43).

Für Allrounder Hausding war der zweite Platz das zweite Silber in Budapest. Feck sicherte sich in seinem einzigen Wettkampf auf der Margareteninsel seine erste internationale Medaille.

"Für mich ist eine Medaille in jedem Wettkampf das Ziel. Und ich habe ja noch ein paar Chancen. Deshalb freue ich mich vor allem für Stephan", sagte der Berliner Hausding, der in Ungarn in allen fünf Wettkämpfen antritt. (Alle News zum Schwimmen)

Feck ärgert sich dennoch

Sein Partner Feck war hin- und hergerissen: "Ein Wettkampf und dann Silber, das kann sich eigentlich sehen lassen. Aber ich ärgere mich auch ein bisschen, weil ich den dritten Sprung verbockt habe", sagte der Leipziger: "Sonst wäre der Titel möglich gewesen."

Für "Marathonmann" Patrick Hausding geht es Schlag auf Schlag weiter.

Am Freitag geht der 21-Jährige im Einzel vom 3-m-Brett an den Start. Bei der letzten EM hatte er in dieser Disziplin als Vierter eine Medaille verpasst.

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