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Christin Steuer freut sich über den "schönsten Tage meines Sportlerlebens" © imago

Einen Tag nach ihrer Goldmedaille legt Steuer nach und holt mit Subschinski den Synchron-Titel. Hausding gewinnt vom 3-m-Brett.

Budapest - Deutschlands Wasserspringer im Goldrausch: Synchronpaar Christin Steuer und Nora Subschinski vom Turm sowie Patrick Hausding vom 3-m-Brett haben bei der EM in Budapest für einen historischen Doppelpack gesorgt.

"Das hatten wir noch nie. Freitag, der 13. ist unser Glückstag", jubelte Walter Alt, DSV-Spartenleiter.

Am Nachmittag legten Steuer/Subschinski vor. In ihren nagelneuen, farbenfrohen Badeanzügen setzte sich das Duo aus Riesa und Berlin mit 319,68 Punkten vor den Paaren aus der Ukraine (306, 30) und Großbritannien (300,64) durch.

Für Goldstück Steuer war es der zweite Turm-Triumph innerhalb von 20 Stunden.

"Arschbombe" vor Begeisterung

Hausding sicherte sich seinen ersten internationalen Titel im letzten Sprung.

Mit 463,20 Punkten verwies der 21 Jahre alte Berliner die beiden Russen Ilja Sacharow (458,15) und Jewgeni Kusnetsow (455,80) auf die Plätze zwei und drei.

"Ich dachte schon, ich hätte es bei den Sprüngen zuvor verbockt", sagte Hausding.

Doch die Anzeigetafel zeigte die "1" an, Hausding machte vor Freude eine "Arschbombe" ins Wasser.

Sechster Titel in Budapest

Für "Marathonmann" Hausding war es die dritte Medaille nach jeweils zweiten Plätzen vom 1-m-Brett sowie vom Dreier mit Synchronpartner Stephan Feck.

Für den DSV war es der insgesamt sechste Titel in Ungarn.

Der Aachener Sascha Klein, der für seinen formschwachen Vereinskollegen Pavlo Rozenberg in die Bresche sprang, wurde bei seinem EM-Debüt vom 3-m-Brett Fünfter.

Erster internationaler Titel

Steuer jubelte über "die zwei schönsten Tage meines Sportlerlebens". Wie schon im Einzel holte sie auch Gold mit Subschinski. (Alle News zum Schwimmen)

Dabei springen beide erst seit diesem Jahr zusammen. Die EM war ihr erster gemeinsamer internationaler Wettbewerb. Zudem hat Subschinski mit starken Rückenproblemen zu kämpfen.

Steuer dachte im Augenblick des Triumphes auch an ihren Freund und ihre Familie.

Synchron-Paar mit Zwillingsschwester

Die 27-Jährige ist mit dem früheren Top-Springer Heiko Meyer zusammen, der 2002 selbst Gold vom Turm gewann.

Eine besondere Beziehung hat Steuer zu ihrer Zwillingsschwester. Sie war bei der Geburt mit ihr am Finger zusammengewachsen.

In ihrer Jugend gingen beide als Synchron-Paar bei Wettkämpfen an den Start, bis ihre Schwester die Karriere aus Verletzungsgründen beenden musste.

Aberglaube für Olympia

Der Blick ging aber auch schon nach vorne - Richtung Olympia 2012 in London.

Zwei Tattoos sollen Steuer helfen - ein chinesisches Glückssymbol und eine Lilie am Handgelenk, die die Zahl zwölf symbolisiert.

Die Zahl steht für ihre Olympia-Teilnahmen 2004 und 2008 sowie den erhofften Start bei Olympia 2012. Wer an einem Freitag, den 13. Europameisterin wird, hat so viel Aberglauben aber gar nicht nötig.

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