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Patrick Hausding und Sascha Klein wurden Weltmeister im Synchronspringen
Patrick Hausding und Sascha Klein holten 2008 in Peking Silber hinter Lin/Huo © getty

Vom Turm holt Patrick Hausding synchron mit Sascha Klein erneut EM-Gold. Nur ein Russe liegt mit vier Medaillen noch gleichauf.

Budapest - Patrick Hausding steht vor dem Sprung in die Geschichtsbücher: Deutschlands neuer Wasserspringer-Star hat mit Synchronpartner Sascha Klein den EM-Titel vom Turm erfolgreich verteidigt und ist damit nur noch einen Schritt von der historischen fünften Medaille entfernt.

Sollte es Hausding auch zum Abschluss am Sonntag im Einzel vom Turm aufs Podium schaffen, hätte er als erster Springer bei einem Großereignis Edelmetall in allen Wettkämpfen gewonnen.

Doch auch so ist Hausding schon Großartiges gelungen. Vier Medaillen schaffte bislang nur der Russe Dimitri Sautin (drei Titel und einmal Silber).

"Sascha kann niemand das Wasser reichen"

"Zunächst einmal freue ich mich über mein zweites Gold hier. Ich werde auf jeden Fall zum Abschluss auch im Einzel springen", sagte Hausding: "Die Chance auf eine Medaille ist dort für mich aber am Unrealistischsten. Ich gönne es vor allem Sascha. Ihm kann normal niemand das Wasser reichen."

Hausding/Klein triumphierten mit 478,11 Punkten. Damit verwies das Duo aus Berlin und Aachen die Russen Victor Minibajew/Ilja Sacharow (466,95) und die Weißrussen Timofei Hordeichik/Wadim Kaptur (426,03) auf die Plätze zwei und drei.

Für Hausding war es das zweite Gold innerhalb von 20 Stunden nach seinem Titel vom 3-m-Brett. Zuvor hatte er zweimal Silber geholt (1-m-Brett und 3-m-Brett Synchron).

Duell auf höchstem Niveau

Wie schon am Tag zuvor machte Hausding mit Klein erst mit dem letzten Sprung alles klar, als sie eine kleine Schwäche der Russen gnadenlos ausnutzten. (Alle News zum Schwimmen)

Zuvor hatten sie sich mit dem russischen Duo ein Duell auf höchstem Niveau geliefert, bei dem Hausding und Klein bei ihrem vierten Sprung mit der Höchstnote zehn belohnt wurden.

Es war der vierte Titel und das sechste Edelmetall für die Fachsparte des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), die ihren Goldrausch in Ungarn fortsetzte.

"Unsere Jungs und Mädels haben in den vergangenen Tagen viel für unsere Sportart getan. Man kann schon von einem Boom sprechen", sagte DSV-Sportdirektor und Sprung-Coach Lutz Buschkow.

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