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Sascha Klein startet für seinen Heimatverein SV Neptun Aachen 1910 © getty

Den deutschen Wasserspringern gelingt beim abschließenden Turmspringen ein Doppelsieg: Klein triumphiert vor Hausding.

Budapest - Nach seinem Sprung in die Geschichtsbücher musste selbst der sonst so coole Patrick Hausding kräftig schlucken.

Mit Silber zum Abschluss vom Turm sammelte der 21 Jahre alte Berliner bei der EM in Budapest seine fünfte Medaille und holte damit als erster Springer bei einer Großveranstaltung in allen fünf Disziplinen eine Medaille.

Hausdings Synchronpartner Sascha Klein machte mit Gold den Triumph der deutschen Wasserspringer perfekt.

Im historischen Augenblick dachte Hausding sogar mehr an Klein als an sich selbst: "Natürlich freue ich mich sehr über das, was ich hier erreicht habe. Aber noch mehr freue ich mich für Sascha über seinen Sieg. Den hat er sich redlich verdient", sagte Hausding.

Silber im letzten Durchgang

Wie schon in den vorangegangenen Wettkämpfen hatte der Allrounder Nerven aus Stahl.

Mit einem fast perfekten letzten Sprung und 516,45 Punkten sicherte sich Hausding Silber - nur Klein (534,85) war besser. Bronze ging an den Weißrussen Wadim Kaptur (515,80).

Mit acht Medaillen - davon fünfmal Gold - hat die Fachsparte des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) die kühnsten Erwartungen übertroffen.

Auf der Tribüne führte Sparten-Leiter Walter Alt Freudentänze auf. DSV-Sportdirektor und Sprung-Cheftrainer Lutz Buschkow genoss den Erfolg eher still.

Jubel nach Kleins Sprüngen

Hausding lag lange in Führung, patzte aber im fünften Sprung.

Dafür holte er im letzten Sprung trotz der immensen Belastung der vergangenen Tage noch einmal alles aus sich heraus.

Zwischendurch schaute er immer wieder auf die Sprünge von Klein und jubelte nach jedem erfolgreichen Durchgang des Aacheners kräftig mit. (Alle News zum Schwimmen)

"Wir können Stolz sein"

Klein gewann nach Synchron-Gold mit Hausding ebenfalls seinen zweiten Titel auf der Margareteninsel.

"Endlich hat es geklappt. Wir können alle sehr stolz sein", sagte Klein.

Zuvor hatten Katja Dieckow (Halle/Saale) und Uschi Freitag (Aachen) im Synchronwettkampf vom 3-m-Brett eine Medaille verpasst. Das Duo kam mit 286,50 Punkten beim Sieg der Italienerinnen Tania Cagnotto und Francesca Dallape (327,90) auf Platz vier.

Aber das tat der grenzenlosen Freude beim DSV keinen Abbruch.

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