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Patrick Hausding und Sascha Klein sicherten sich die vergangenen vier EM-Titel vom Turm © getty

Die Wasserspringer wollen in Schanghai die langersehnte WM-Medaille holen - dabei setzten beide nicht nur auf Synchronität.

Schanghai - Kurz vor dem ersten WM-Auftritt nahmen Patrick Hausding und Sascha Klein noch einmal selbst die Kamera in die Hand.

Auf einer abendlichen Schiffstour über den Huang Pu fotografierten die beiden Doppel-Europameister die glitzernde Skyline von Schanghai. 430625(DIASHOW: Das deutsche WM-Aufgebot)

Am Sonntag wollen die Wasserspringer selbst im Fokus stehen und das erste WM-Edelmetall für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) holen.

"Unser Ziel ist natürlich die langersehnte Medaille", sagte Klein, "die Farbe ist erstmal zweitrangig."

WM-Rechnung noch offen

Das Duo, das seit 2008 alle vier EM-Titel im Synchronspringen vom Turm gewann, zählt zum Favoritenkreis. Mit dem Sieg in der Weltserie haben sich Hausding und Klein in dieser Saison zusätzlichen Respekt verschafft.

Die beiden haben noch eine WM-Rechnung offen. Vor zwei Jahren in Rom verpassten sie als Vierte das Podest. Allrounder Hausding sprang sogar zweimal ganz knapp vorbei.

"Unglücklicher ging es nicht", sagte der 22-Jährige. "Ich bin einmal mit einem und einmal mit zwei Punkten an einer Medaille vorbei gesprungen. Das soll uns dieses Jahr nicht passieren. Ich will mit einer Medaille nach Hause gehen."

Hausding und Klein mit weiteren Chancen

Beide haben noch weitere Chancen in Schanghai. 430625(DIASHOW: Das deutsche WM-Aufgebot)

Hausding, der bei der EM 2010 als erster Medaillengewinner in fünf Wettbewerben Geschichte schrieb, startet noch mit Stephan Feck im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett und im Einzelwettbewerb aus derselben Höhe. Klein springt noch alleine vom Turm.

Viereinhalbfach-Salto aufgeschoben

In der Vorbereitung auf die WM lief vor allem für Hausding nicht alles wie gewünscht. Seit dem Frühjahr plagt sich der Berliner mit einer Patellasehnen-Entzündung im linken Knie herum.

Deshalb konnte er nicht wie geplant den Viereinhalbfach-Salto vorwärts trainieren, der eigentlich schon ins Programm des Duos eingebaut werden sollte.

"Für mich ist er noch sehr neu. Sascha macht ihn schon eine Weile, und ich muss ihn erstmal alleine trainieren, damit wir ihn auch irgendwann synchron machen können", sagte Hausding, "das haben wir auf jeden Fall bis London 2012 vor."

Schwierige WM-Vorbereitung

Auch in anderer Hinsicht war die WM-Vorbereitung ein wenig schwierig. Die DSV-Wasserspringer sind schon seit knapp zwei Wochen in China, wohnten im Trainingslager in Xian aber nicht in einem offiziellen WM-Hotel.

Es gab somit keine Garantie, dass das Fleisch nicht mit Clenbuterol verseucht ist (News: Schummel-Substanz in Koffeinkapsel).

"Wir sind Risiken eingegangen", gab Hausding zu. "Wir haben das Okay bekommen, dass wir Fleisch essen dürfen. Wir waren in einem hochwertigen Hotel, wir sind nicht davon ausgegangen, dass es mit Clenbuterol verpfuscht wurde."

Konsequenzen befürchtet der DSV-Vorspringer nicht.

"Im Notfall würden alle einen Test machen, um zu beweisen, dass wir alle das Gleiche gegessen haben und keiner gedopt hat. Ich denke, wir brauchen uns da keinen Kopf zu machen, es bleibt ja auch nicht so lange im Körper." (Bericht: Angst bei jedem Happen).

"Geprüftes Essen"

Seit ihrer Ankunft im Teamhotel in Schanghai können sie sich zumindest auf die Garantie der Veranstalter verlassen: "Hier haben wir geprüftes Essen."

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