Ein Jahr nach ihrem schweren Unfall beim Grand Prix in Rostock hat Maria Kurjo bei den Europameisterschaften der Wasserspringer in Turin Bronze vom 10-m-Turm gewonnen.

Die 21-Jährige war im Februar 2010 bei einem misslungenen Sprung vom Turm mit der Stirn auf die Absprungplattform aus Beton geprallt und bewusstlos ins Wasser gefallen.

"Das ist eine Befriedigung nach meinem Unfall letztes Jahr. Ich war ein bisschen nervös, schaute nie auf die Anzeigetafel und wusste darum auch nichts über meine Position im Wettkampf", meinte die Berlinerin.

Bundestrainer Lutz Buschkow, der nach dem Unfall von Maria Kurjo in voller Montur ins Wasser gesprungen war und dann aufatmen konnte, weil die Wunde nur mit fünf Stichen genäht werden musste, hatte vor Turin "ins Finale kommen" als EM-Ziel für die Sportsoldatin formuliert.

Am Ende war Maria Kurjo sogar noch einen Rang besser platziert als 2009 bei EM-Rang vier. Mit 318,45 Punkten landete sie nicht weit hinter dem Silberrang, den die Russin Julia Koltunowa (327,30) hinter der Italienerin Noemi Batki (346,35) belegte.

Siebte wurde Synchron-Europameisterin Nora Subschinski (297,15) aus Berlin. Nicht am Start war Titelverteidigerin Christin Steuer (Riesa), die schon bei den deutschen Meisterschaften wegen eines Nasenbeinbruchs gefehlt hatte.

Stephan Feck wurde Fünfter vom Ein-Meter-Brett. Mit 377,80 Punkten landete der Leipziger, der 2010 in Budapest zusammen mit Patrick Hausding EM-Silber im Synchronspringen vom 3-m-Brett gewonnen hatte, deutlich hinter den Medaillen.

Bronze holte mit 412, 15 Zählern der Franzose Matthieu Rosset hinter dem russischen Sieger Jewgeny Kusnezow (427,05) und dem Ukrainer Ilja Kwasha (419, 65). Bei den Vorkämpfen war Oliver Homuth (Berlin) als 15. ausgeschieden.

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