vergrößernverkleinern
Kati Wilhelm und Co. sorgten für den ersten deutschen Saisonsieg der Biathletinnen © getty

Die Biathletinnen sorgen für den ersten deutschen Saisonsieg wie auch ein Kombinierer. Die Langläuferinnen verpassen das Podest.

München - Die Biathlon-Staffel der Frauen hat zum Abschluss des Weltcup-Auftakts in Östersund für den ersten deutschen Saisonsieg gesorgt.

Martina Beck (Mittenwald), Andrea Henkel (Großbreitenbach), Simone Hauswald (Gosheim) und Kati Wilhelm (Zela-Mehlis) hatten nach 4x6 km 18,4 Sekunden Vorsprung vor Russland.

Es war der erste deutsche Podestplatz des Olympiawinters.

In der Männer-Staffel hatte zuvor der dreimalige Olympiasieger Michael Greis mit einen Strafrunde beim letzten Schießen den möglichen Sieg verschenkt.

Männer-Staffel verschenkt Sieg

So kamen Christoph Stephan (Oberhof), Andreas Birnbacher (Schleching), Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) und Greis (Nesselwang) nach 4x7,5 km mit 39, 8 Sekunden Rückstand auf Sieger Frankreich nur als Fünfte ins Ziel.

In den vier Einzelrennen hatte es zuvor ebenfalls keine deutschen Podestplätze gegeben.

Sport1.de hat die weiteren Wintersport-Meldungen:

Edelmann sorgt für ersten Saisonsieg

Kombinierer Tino Edelmann hat beim Weltcup in Lillehammer für den ersten deutschen Saisonsieg gesorgt. (DATENCENTER: Der Weltcup-Kalender)

Der Vizeweltmeister aus Zella-Mehlis setzte sich vor dem Finnen Anssi Koivuranta (Finnland) sowie Gesamtweltcup-Spitzenreiter Jason Lamy Chappuis (Frankreich) durch und feierte damit seinen ersten Einzelerfolg im Weltcup.

Der viermalige Weltmeister Ronny Ackermann hatte wegen Formschwäche auf einen Start in Norwegen verzichtet. Auch Weltcup-Rekordsieger Hannu Manninen (Finnland) fehlte.

Angermüller elebt Podest-Premiere

Monique Angermüller hat erstmals bei einem Eisschnelllauf-Weltcup den Sprung auf das Podium geschafft.

Die 25 Jahre alte Berlinerin belegte im Abwesenheit der angeschlagenen Anni Friesinger in Calgary über 1000 m in 1:14,68 Minuten den dritten Platz hinter der siegreichen Kanadierin Christine Nesbitt (1:14,03) und Annette Gerritsen aus den Niederlanden (1:14,48).

Angermüllers bestes Weltcup-Ergebnis war bislang ein vierter Platz gewesen.

Eisschnellläuferinnen verlieren Weltrekord

Das deutsche Frauen-Team hat beim Eisschnelllauf-Weltcup in Calgary seinen Weltrekord in der Mannschafts-Verfolgung an Kanada verloren.

Kristina Groves, Christine Nesbitt und Brittany Schussler liefen 2:55,79 Minuten und blieben damit 25 Hundertstelsekunden unter der alten Bestmarke, die die Olympiasiegerinnen Anni Friesinger, Daniela Anschütz-Thoms und Claudia Pechstein am 13. November 2005 an selber Stelle aufgestellt hatten.

Ohne die "Golden Girls" schlug sich das deutsche Trio hervorragend.

3000-m-Gewinnerin Stephanie Beckert (Erfurt) sowie die Berlinerinnen Isabell Ost und Katrin Mattscherodt erreichten in 3:00,25 Minuten den dritten Platz hinter Japan.

Sachenbacher-Stehle und Nystad Fünfte

Evi Sachenbacher-Stehle und Claudia Nystad haben beim Langlauf-Weltcup in Düsseldorf für die beste deutsche Platzierung gesorgt. Die WM-Zweiten von 2007 landeten im Teamsprint beim Sieg der Italienerinnen Ariana Follis und Magda Genuin mit 2,9 Sekunden Rückstand auf dem fünften Platz.

Die übrigen deutschen Duos verpassten das Finale auf der 828 Meter langen Kunstschnee-Piste an der Rheinuferpromenade deutlich.

Manuela Henkel/Denise Herrmann (Oberhof/Oberwiesenthal) wurden in ihrem Halbfinale Letzte, Nicole Fessel (Oberstdorf) und Hanna Kolb (Buchenberg), die im Einzel mit Rang elf überrascht hatte, schieden als Neunte aus.

Fotofinish bei den Männern

Das Männer-Finale ging ohne deutsche Beteiligung über die Bühne. Josef Wenzl (Zwiesel) und Tom Reichelt (Oberwiesenthal) verpassten den Endlauf als Vierte im Fotofinish.

Jens Filbrich (Frankenhain) und Tim Tscharnke (Biberau) wurden Halbfinal-Achte, Max Bergmann (Vachendorf) und Andreas Katz (Baiersbronn) waren nach einem Sturz chancenlos.

Auch Oliver Wünsch (Großwaltersdorf) und Erik Hänel (Oberwiesenthal) überstanden das Halbfinale nicht.

Wieder Vierfach-Triumph für Rodlerinnen

Angeführt von Tatjana Hüfner (Oberwiesenthal) haben die deutschen Rennrodlerinnen den zweiten Vierfach-Triumph des olympischen Winters gefeiert.

Die Olympiadritte Hüfner siegte beim Viessmann Weltcup im sächsischen Altenberg nach zwei Läufen in 1:47,555 Minuten vor Vizeweltmeisterin Natalie Geisenberger (Miesbach/0,189 Sekunden zurück) und übernahm damit auch wieder die alleinige Führung im Gesamtweltcup.

Anke Wischnewski (Oberwiesenthal/0,439) untermauerte als Dritte erneut ihren Anspruch auf das dritte Olympiaticket im deutschen Damenteam. Corinna Martini (Winterberg) wurde mit einem Rückstand von 0,870 Sekunden auf Hüfner Vierte. Die deutschen Damen sind damit im Weltcup seit über zwölf Jahren und 93 Rennen unbesiegt.

Deutsche Bobfahrer verpassen erneut Podest

Die deutschen Bob-Piloten warten auch nach dem dritten Weltcup des olympischen Winters auf den ersten Podestplatz. Auf der Olympiabahn von 2006 im italienischen Cesana sorgte Karl Angerer (Königssee) mit dem siebten Platz für das beste deutsche Resultat im Vierer.

Der Rückstand auf Sieger Steven Holcomb (USA) betrug schon 0,68 Sekunden. Thomas Florschütz (Riesa/0,71) wurde Achter, der dreimalige Olympiasieger Andre Lange (Oberhof/0,84) belegte bei seinem Comeback nach überstandener Adduktorenverletzung den elften Platz.

Im kleinen Schlitten am Samstag war Angerer mit Anschieber Alexander Mann (Winterberg) auf Rang sechs gefahren, Florschütz wurde mit Ronny Listner (Riesa) Neunter. Lange kam mit Kevin Kuske (Oberhof) nach zwei Läufen beim Sieg des Schweizer Duos Beat Hefti/Thomas Lamparter auf den zehnten Platz.

Curler verlieren auch gegen die Schweiz

Das deutsche Curling-Team um Skip Andreas Kapp (Füssen) hat am zweiten Tag der Europameisterschaften in Aberdeen 3:10 gegen die Schweiz verloren und damit nach dem 4:10 am Samstag gegen Schweden bereits die nächste Niederlage kassiert.

Dem 3:10 gegen die Schweiz folgte abschließend ein 2:10 nach nur sechs Ends gegen Norwegen. Kapp hatte als klares Ziel das Halbfinale ausgegeben.

Auch Damen kassieren zweite Pleite

Die deutschen Damen mit Skip Andrea Schöpp (Riessersee), Melanie Robillard (Third), Monika Wagner (Second) und Stella Heiß (Lead), der Tochter des früheren Eishockey-Nationaltorhüters Peppi Heiß, mussten sich Gastgeber Schottland mit 2:5 geschlagen geben und kassieren so die zweite Niederlage.

Sie hatten ihr erstes Spiel gegen Vize-Weltmeister Schweden 7:4 gewonnen und anschließend gegen die Schweiz mit 2:10 verloren.

Sport1 Adventskalender: Preise im Wert von über ? 15.000!

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel