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Amelie Kober gewann bei Olympia 2006 in Turin die Silbermedaille © imago

Nur drei Monate nach der Geburt ihres Sohnes kehrt Amelie Kober auf die Weltcup-Piste zurück. Die Mutterrolle hat sie verändert.

München - Baby an Bord: Drei Monate nach der Geburt von Söhnchen Lorenz startet Snowboarderin Amelie Kober im italienischen Limone Piemonte ihr Weltcup-Comeback.

Wenn sich "Mama" im Parallel-Riesenslalom oben die Piste hinunter stürzt, ist der Nachwuchs unten in sicheren Händen.

"Der Kleine ist mit vor Ort. Seine Oma passt auf ihn auf", sagte die Olympiazweite von Turin 2006.

Amelie Kober, die ihre Schwangerschaft für alle überraschend im Februar direkt nach dem Ausscheiden im olympischen Viertelfinale in Vancouver verkündet hatte, brennt schon wieder auf den Wettkampf.

Erstmals ohne Druck

"Ich freue mich schon darauf. Denn Rennen zu fahren, hat mir gefehlt", sagte die 23-Jährige.

Allerdings ist nach der Geburt von Lorenz nichts mehr wie früher: "Es ist schon komisch. Eigentlich ist es seit meinem Weltcup-Debüt das erste Mal so, dass ich ohne Druck starten kann", sagte die Vizeweltmeisterin von 2007.

Trotz der kurzen Vorbereitung überzeugte Kober bereits wieder mit guten Trainingsleistungen und sicherte sich so ihren Startplatz beim zweiten Weltcup des Jahres.

Fremdheitsgefühl überwunden

Das erste Training überhaupt hatte Kober im Oktober absolviert - für sie die Grundlage für ihre schnelle Rückkehr in den Weltcup: "Das frühe Trockentraining ab der dritten Woche nach der Geburt hat sich gelohnt", meinte sie.

Im Schnee habe sie sich zunächst noch etwas fremd gefühlt, "aber es macht wahnsinnig viel Spaß, wieder auf dem Board zu stehen."

Ziel WM-Ticket

Neben dem Spaß geht es in Limone Piemonte am Freitag und beim Parallel-Slalom am Samstag aber auch um Weltcup-Punkte und die Qualifikation für die Weltmeisterschaften im Januar im spanischen La Molina.

Kober und Co. müssen zwei Top-16 oder ein Top-8 einfahren, um das WM-Ticket zu lösen.

"Bei den Mädels erwarte ich schon Finalteilnahmen und auch ein paar Top-10-Platzierungen. Bei den Männern müsste Patrick Bussler ebenfalls das Zeug dazu haben. Außerdem wäre es schön, wenn Maximilian Köpf an seine Leistungen vom Saisonauftakt anknüpfen könnte", sagte Parallel-Trainer Andreas Scheid.

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