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Ein Sturz in der vorletzten Kurve führt zur Disqualifizierung der Chinesen © getty

Eine Disqualifikation der Chinesen bringt der deutschen Herren-Staffel die Goldmedaille Das Damen-Team scheitert unglücklich.

Dresden - Die deutschen Männer haben mit einem sensationellen Staffel-Sieg das Weltcup-Finale der Shorttracker in Dresden gekrönt.

Im A-Finale über 5000 Meter hatten die Chinesen kurz vor Schluss Kanada und Südkorea zu Fall gebracht und wurden dafür disqualifiziert.

Damit erkämpfte sich erstmals in der Geschichte der jungen Sportart ein deutsches Männer-Quartett einen Weltcup-Sieg.

Dieser brachte den Schützlingen des neuen Bundestrainers Michael Kooreman auch noch die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in drei Wochen in Sheffield.

Staffel löst WM-Ticket

Nachdem Robert Seifert, Robert Becker, Paul Herrmann (alle Dresden) und Torsten Kröger (Rostock) schon im Viertelfinale einen deutschen Rekord aufgestellt hatten und sich über die Zeitregelung vorläufig ein WM-Ticket gesichert hatten, entrissen ihnen die Staffeln von Großbritannien und den Niederlanden in einem superschnellen B-Finale die schon sicher geglaubte Qualifikation wieder.

WM-Gastgeber Großbritannien stellte dabei in 6:37,877 Minuten sogar einen Weltrekord auf und verbesserte die erst im Vorlauf von den Südkorreanern erzielte Bestmarke noch einmal.

Niederlande macht es spannend

Da auch die Niederländer noch unter der Marke der Deutschen blieben, hätte das DESG-Quartett keine Chance mehr auf eine WM-Qualifikation gehabt.

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Durch den überraschenden Weltcup-Sieg aber erreichten die Lokalmatadoren noch über die Punkte in der Weltrangliste die WM-Teilnahme.

Herrmann überglücklich

"Das ist Shorttrack. Erst wenn der Letzte über die Ziellinie gelaufen ist, wird abgerechnet", sagte Paul Herrmann, der sich genauso wie seine Mannschaftsgefährten von der grandiosen Stimmung der über 2000 Zuschauer in der Dresdner Eisarena tragen ließ.

Mit achten Plätzen von Robert Seifert über 500 Meter und Bianca Walter (Dresden) über 1000 Meter wurde das gute Abschneiden der deutschen Shorttracker bei diesem Weltcup-Finale abgerundet.

Damen-Staffel scheitert unglücklich

"Die Leistungskurve zeigt derzeit steil nach oben. Die Jungs haben bewiesen, dass man bis zum Schluss kämpfen muss und dann auch mit einem Quäntchen Glück belohnt wird. Die Arbeit des neuen Bundestrainers trägt schon Früchte", sagte Teamchef Matthias Kulik.

Die Damen-Staffel hatte dagegen durch einen Sturz im Vorlauf die letzten Chancen auf eine WM-Fahrkarte eingebüßt, so dass die DESG nur zwei Einzelläuferinnen nach Sheffield schicken kann.

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