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Teilweise hat der Bau der Wettkampfstätten in Sotschi bereits begonnen © getty

Eine Aufforderung Georgiens, die Winterspiele 2014 zu verlegen, wurde abgelehnt. Das IOC zeigte sich "sehr zufrieden".

Istanbul - Die Vereinigung der europäischen Nationalen Olympischen Komitees (EOC) hat der kommenden Olympiastadt Sotschi das Vertrauen ausgesprochen und damit die Aufforderung Georgiens zu einer Verlegung der Winterspiele 2014 kategorisch abgelehnt.

"Das IOC ist sehr zufrieden mit den Garantien des russischen Olympia-Komitees, des Organisationskomitees und der russischen Regierung", erklärte EOC-Präsident Patrick Hickey am Freitag auf einer EOC-Sitzung in Istanbul.

Trotz der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise und deren möglichen Auswirkungen erklärte Sotschis OK-Chef Dmitri Tschernyschenko den Vertretern der 49 anwesenden europäischen NOK's:

"Das Projekt ist auf dem Weg und im Budget."

Putin führt direkte Aufsicht

Die Vorbereitungen stünden unter der direkten Aufsicht von Ministerpräsident Wladimir Putin. "Alle Bauten werden spätestens im Sommer 2009 beginnen", so Tschernyschenko.

Georgiens Olympisches Komitee hatte in einem Brief an das IOC gefordert, Sotschi die Spiele aus Sicherheitsgründen wegzunehmen.

Vier Tote bei Anschlägen seit April

"Sotschi ist ein sehr gefährlicher Ort. Wir boykottieren Sotschi nicht, aber bitten das IOC, die Spiele an einen sicheren Ort zu vergeben", sagte Georgiens NOK-Präsident Gija Naswlischwili.

Seit April starben in der Stadt am Schwarzen Meer insgesamt vier Menschen bei Anschlägen, zwei Dutzend wurden verletzt.

Zuletzt war ein Mann am 11. November bei einem Sprengstoffanschlag schwer verletzt worden.

Nach wie vor politische Spannungen

Zwischen Georgien und Russland herrschen zudem nach wie vor politische Spannungen. Noch immer hat Russland Soldaten in Südossetien und Abchasien stationiert und erkennt die abtrünnigen georgischen Provinzen als souveräne Staaten an.

Während der Sommerspiele von Peking war es im August zum Krieg gekommen, der über 2000 Menschen das Leben gekostet hatte.

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