vergrößernverkleinern
Einst Konkurrenten: Martin Schmitt (l.), Andreas Goldberger © imago

"Goldi" erwartet vor dem ersten Springen ein Duell zwischen Ammann und Schlierenzauer, warnt aber auch vor Martin Schmitt.

Von Andreas Kloo

München - Jens Weißflog gegen Espen Bredesen oder Janne Ahonen gegen Jakub Janda ? die Vierschanzen-Tournee entwickelte sich in den letzten Jahren mehrfach zu einem spannenden Zweikampf um den Gesamtsieg.

2005/06 standen Ahonen und Janda am Ende sogar punktgleich an der Spitze. Erstmals in der Tournee-Geschichte gab es zwei Sieger.

Ein ähnlich knapper Ausgang ist auch für die 57. Ausgabe der Vierschanzentournee zu erwarten (Mo., ab 16.30 Uhr LIVE).

Der Schweizer Simon Ammann und der Österreicher Gregor Schlierenzauer sind diesmal die beiden Konkurrenten, die wohl den Gesamtsieg unter sich ausmachen werden.

"Die Heckenschützen sind da"

"Die haben bislang jedes Springen gewonnen bis auf das eine in Pragelato. Wenn alles normal läuft, gewinnt einer der beiden die Tournee", ist sich Andreas Goldberger, Tournee-Gewinner 1992/93 und 1994/95, bei Sport1.de sicher.

Dennoch warnt Goldberger das Favoriten-Duo: "Aber wenn die beiden Fehler machen, werden die Heckenschützen sofort da sein."

Zu den Geheimtipps zählt der 36-jährige Österreicher auch Martin Schmitt:

"In Engelberg hat er mir sehr gut gefallen. Und Oberstdorf liegt ihm sowieso. Da war er schon im letzten Jahr gut. Und ein erfolgreicher Start ist Gold wert."

Golberger warnt vor "Ewigen Zweiten"

Als zweiten gefährlichen Außenseiter nennt Goldberger seinen Landsmann Wolfgang Loitzl, auch wenn der 28-Jährige noch nie ein Weltcup-Springen gewonnen hat.

"Der ist immer vorne dabei. Und wenn er viermal Zweiter wird, kann er auch die Tournee gewinnen", sagt Goldberger über den "Ewigen Zweiten" Loitzl.

Die Finnen und die Norweger sieht der Ex-Springer, der jetzt als Kameraspringer für "ORF" im Einsatz ist, diesmal nicht ganz vorne: "Denen fehlt einfach noch die Konstanz."

Aber "Goldi" fügt hinzu: "Völlig abschreiben sollte man sie nicht, insbesondere Ville Larinto, Harri Olli und Matti Hauttamäki."

Nuancen geben den Ausschlag

Wer von den beiden Top-Favoriten Ammann und Schlierenzauer der Stärkere ist, das kann selbst der Experte nicht sagen:

"Für Amman spricht sicherlich die Routine. Aber Gregor Schlierenzauer war auch schon in den letzten Jahren bei der Tournee stark, führte zweimal zur Halbzeit und konzentriert sich dieses Jahr voll auf den Tour-Sieg", so Goldberger.

Kleinigkeiten können laut Goldberger entscheiden, wie beispielsweise unterschiedliche Verhältnisse bei einzelnen Sprüngen.

Die Skisprung-Fans dürfen sich also auf eine spannende Vierschanzen-Tournee gefasst machen.

Eines weiß Goldberger aus seiner langjährigen Erfahrung aber sicher: "In Oberstdorf wird noch keiner die Tournee gewinnen. Da kann man sie höchstens schon verlieren."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel